9edo
Grundlegende Eigenschaften, Approximation reiner Intervalle
9-EDO unterteilt eine Oktave in 9 gleich grosse Teile zu je 133.3 Cent. Es ist das kleinste EDO zu einer ungeraden Nicht-Primzahl, 3-EDO ist eine Teilmenge davon.
9-EDO verfügt über dieselbe gute Approximation der reinen grossen Terz wie die Standardstimmung 12-EDO, ferner eine sehr gute Approximation (weniger als 1 Cent Abweichung) der septimalen kleinen Terz 7/6 , dem Intervall zwischen dem sechsten und dem siebten Oberton. Die Obertöne eine Oktave höher, also die Intervalle zwischen dem zwölften, dem dreizehnten und dem vierzehnten Oberton (13/12 und 14/13), werden mit rund 5 Cent Abweichung getroffen.
Abgesehen davon ist es um die Annäherung der unteren Intervalle der Obertonreihe eher schlecht bestellt: weder Quinte noch Quarte noch kleine Terz noch Ganzton noch Naturseptime 7/4 werden akzeptabel getroffen, der Fehler ist jedesmal mehr als 30 Cent. Auch das Alphorn-Fa 11/8 wird nicht besonders gut getroffen (wenn auch mit rund 18 Cent Abweichung schon besser als in der Standardstimmung 12-EDO).
Für traditionelle westliche Musik, die auf Quinten und Terzen basiert, ist 9-EDO also definitiv kaum zu gebrauchen, und auch für Unterstützung von Intervallen in reinen Stimmungen im allgemeinen kaum. Bei so wenig Tönen ist das allerdings auch nicht so erstaunlich
Bei den höheren Intervallen der Obertonreihe fällt etwas auf, dass ein paar 7-Limit-Intervalle sehr gut getroffen werden, neben 7/6 z. B. 27/25, 63/50, 49/36, 72/49. Die Tonleiter bestehend aus den 7-Limit-Itervallen 1/1, 27/25, 7/6, 63/50, 49/36, 72/49, 100/63, 12/7, 50/27 ist akustisch fast identisch mit 9-EDO.
MOS-Skalen
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