MOS-Rautennotation: Unterschied zwischen den Versionen

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[[File:Apartment in the Sky Score Opening.png|thumb|478x478px|Der obere Teil einer Partitur in der MOS-Rautennotation.]]
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Die MOS-Rautennotation basiert standardmäßig auf [[EDO]]-Stimmungen. Die EDO-Stimmung, die man in einem bestimmten Teil eines Musikstückes verwendet, sollte oben auf der Partitur angezeigt werden. Um ein MOS-Muster anzuzeigen, wird eine Folge von Zahlen angegeben: darin steht jede Zahl für einen Schritt der MOS-Skala, der so viele EDO-Stufen ausmacht, z. B. “33133131” für die [[5L3s]]-Skala in [[18-EDO]]. Die in der Notenzeilen (ohne Versetzungszeichen) gegebenen Tonhöhen bezeichnen den Modus der MOS-Skala, in dem das Stück geschrieben ist, mit mittlerem C als Grundnote.
Die MOS-Rautennotation basiert standardmäßig auf [[EDO]]-Stimmungen. Die EDO-Stimmung, die man in einem bestimmten Teil eines Musikstückes verwendet, sollte oben auf der Partitur angezeigt werden. Um ein MOS-Muster anzuzeigen, wird eine Folge von Zahlen angegeben: darin steht jede Zahl für einen Schritt der MOS-Skala, der so viele EDO-Stufen ausmacht, z. B. “33133131” für die [[5L3s]]-Skala in [[18-EDO]]. Die in der Notenzeile (ohne Versetzungszeichen) gegebenen Tonhöhen bezeichnen den Modus der MOS-Skala, in dem das Stück geschrieben ist, mit mittlerem C als Grundnote.


In der MOS-Rautennotation hat die diatonische MOS-Skala ([[5L2s]]) einen besonderen Status. Wenn man eine 5L2s-Skala verwendet, sieht sich die Partitur genauso aus wie in Standardnotation: man benutzt standardmäßige Notenschlüssel, die Versetzungszeichen # und b, und die üblichen Notennamen. In diesem Fall muss das MOS-Muster auf der Partitur nicht angezeigt werden, nur die EDO-Stimmung. Vorausgesetzt, dass die aktuelle EDO-Stimmung eine 5L2s-Skala besitzt, lassen sich derer Noten als unveränderliche Referenz nutzen, mit der andere MOS-Skalen verglichen werden können. Beispielsweise würde “P@ = Bb” anzeigen, welche (absolute) Tonhöhe der (relativ zu einem MOS-Modus definierte) Notenname “P@” bezeichnet.
In der MOS-Rautennotation hat die diatonische MOS-Skala ([[5L2s]]) einen besonderen Status. Wenn man eine 5L2s-Skala verwendet, sieht sich die Partitur genauso aus wie in Standardnotation: man benutzt standardmäßige Notenschlüssel, die Versetzungszeichen # und b, und die üblichen Notennamen. In diesem Fall muss das MOS-Muster auf der Partitur nicht angezeigt werden, nur die EDO-Stimmung. Vorausgesetzt, dass die aktuelle EDO-Stimmung eine 5L2s-Skala besitzt, lassen sich derer Noten als unveränderliche Referenz nutzen, mit der andere MOS-Skalen verglichen werden können. Beispielsweise würde “P@ = Bb” anzeigen, welche (absolute) Tonhöhe der (relativ zu einem MOS-Modus definierte) Notenname “P@” bezeichnet.
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Es ist möglich, die EDO-Stimmung bzw. die MOS-Skala mitten in der Partitur zu wechseln. Dabei gibt man einfach solche Informationen an, die man oben auf der Partitur schreibt, im Takt, in dem dieser Wechsel passiert.
Es ist möglich, die EDO-Stimmung bzw. die MOS-Skala mitten in der Partitur zu wechseln. Dabei gibt man einfach solche Informationen an, die man oben auf der Partitur schreibt, im Takt, in dem dieser Wechsel passiert.


== Notenzeilen ==
== Notenlinien ==
== Versetzungszeichen ==
== Versetzungszeichen ==


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== Schreiben von Nicht-EDO-Stimmungen ==
== Schreiben von Nicht-EDO-Stimmungen ==


== Blattsingen ==
== Blattspiel ==


== Enharmonische Töne ==
== Enharmonische Töne ==


== Ausnahmen von den Richtlinien ==
== Ausnahmen ==
 
* Es gibt eine Ausnahme von der Regel, dass die MOS-Rautennotation immer auf einer EDO-Stimmung basiert. Das System bietet eine Möglichkeit, eine Nicht-EDO-Stimmung einer MOS-Skala anzugeben. Man schreibe “Non-edo mos tuning” im oberen Teil der Partitur und gebe die Größe des Generatorintervalls an. [...] Beim Notieren einer Nicht-EDO-Stimmung haben die Akzidenzien ^/v keine Bedeutung und können nicht verwendet werden. Die einzigen möglichen Versetzungszeichen sind die MOS-Akzidenzien &/@/e/a (oder #/b/t/d im Falle einer 5L2s-Stimmung). Da die Nicht-EDO-Notation keine endliche Menge Tonhöhen benutzt, sind Umstimmungen auf beliebige Skalen nicht möglich.
* Es ist möglich, Untermengen-EDOs als MOS-Skalen für Notation zu behandeln, beispielsweise [[9-EDO]] in [[18-EDO]]. In diesem Fall haben die Versetzungszeichen &/@ keine Bedeutung und sind daher nicht möglich. Zudem stehen nach Taktstrichen keine Quadrate. Die einzigen möglichen Vorzeichen sind diejenigen, die alle Noten mit der gleichen Anzahl ^/v alterieren.
* Es ist möglich, 5L2s-Notation zu verwenden, auch in EDOs, in denen die beste Quinte 3\5 oder 4\7 ist. Das ist für Konsistenz mit bestehenden mikrotonalen Notationsschemen, die dies ermöglichen. Bei einer 4\7-Quinte versetzen die #/b-Zeichen Noten um null EDO-Stufen, und also sollte man diese Akzidenzien nicht benutzen. Triviale MOS-Stimmungen (mit L/s-Verhältnissen 1/0 und 1/1) sind nur im Falle von 5L2s möglich, nicht in anderen MOS-Skalen.
* Man kann in der MOS-Rautennotation in oktavfreien gleichstufigen Stimmungen und MOS-Skalen notieren. In diesem Fall kennzeichnen die Rauten die strukturelle [[Äquave]] (die Periode oder ggf. ein Vielfaches der Periode). Die Notennamen JKL… wiederholen sich in jeder Äquave. Man schreibe diese Äquave zusammen mit der Stimmung und dem MOS-Muster aus.
* Bisher sind wir davon ausgegangen, dass die Wahl der perfekte Quinte für die diatonische MOS-Skala eindeutig ist. Größere EDOs können aber mehr als ein mögliches 5L2s-Generatorintervall besitzen. Bei einer solchen EDO-Stimmung ist die standardmäßige Quinte zwecks diatonischer Notation die Quinte, die am nächsten zur reinen Quinte 3/2 liegt. Wenn für diatonische Notation eine andere Quinte gewünscht wird, so schreibe man das oben in der Partitur, z. B. "54edo, diatonic fifth = 31\54".
== Unterstützung in Software ==
== Unterstützung in Software ==


[[Kategorie:Notationssystem]]
[[Kategorie:Notationssystem]]
[[Kategorie:Praxis]]
[[Kategorie:Praxis]]