MOS-Rautennotation: Unterschied zwischen den Versionen

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== Tonartbezeichnungen (Vorzeichen) ==
== Tonartbezeichnungen (Vorzeichen) ==
=== Anzeigen von alterierten Modi ===
=== Anzeigen von alterierten Modi ===
[[File:D Ionian v3 v6 v7.png|alt=|thumb|Das Vorzeichen für den alterierten Modus D-Ionisch v3 v6 v7, z.B. in [[34-EDO]]. Das unveränderte D-Dur-Vorzeichen (mit zwei Kreuzen) befindet sich links neben von der gestrichelten Linie, wodurch die Tonika deutlich wird.]]
Der in der Partitur geschriebene und durch die Quadrate repräsentierte MOS-Modus muss ein purer MOS-Modus (ohne Alterationen) sein. Doch kann man Vorzeichen für alterierte MOS-Modi benutzen, sodass die Partitur nicht mit Versetzungszeichen überfrachtet wird. Erstens schreibe man die Tonart entsprechend der Tonika, als wäre der MOS-Modus nicht alteriert. (So kann man immer noch die Tonika finden, indem man die Akzidenzien in der puren MOS-Tonart zählt.) Als nächstes schreibe man die Alterationen als zusätzliche Akzidenzien rechts von den ursprünglichen. Aus Gründen der Klarheit setze man eine gestrichelte Linie zwischen den Akzidenzien für die pure MOS-Tonart und den alterierenden Akzidenzien. Die Buchstaben "ALT" (für Alteration) liegen unter der gestrichelten Linie. (Falls die pure MOS-Tonart keine Akzidenzien besitzt, liegt die gestrichelte Linie links von den Alterationen, und links von der gestrichelten Linie befindet nichts.) Wie bereits erwähnt, überschreibt ein Versetzungszeichen in der Rautennotation alle vorherigen Versetzungszeichen vollständig. Das bezieht auch Alterations-Akzidenzien in der Tonartbezeichnung ein.


== Obermengen-EDO-Notation ==
== Obermengen-EDO-Notation ==
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== Ausnahmen ==
== Ausnahmen ==
* Es gibt eine Ausnahme von der Regel, dass die MOS-Rautennotation immer auf einer EDO-Stimmung basiert. Das System bietet eine Möglichkeit, eine Nicht-EDO-Stimmung einer MOS-Skala anzugeben. Man schreibe “Non-edo mos tuning” im oberen Teil der Partitur und gebe die Größe des Generatorintervalls an. Man schreibe das MOS-Muster mit abstrakten Schritten L und s anstatt in EDO-Schritten, z. B. “LLsLsLs”. Bei Nicht-EDO-Notation haben die Akzidenzien ^/v keine Bedeutung und können nicht verwendet werden. Die einzigen möglichen Versetzungszeichen sind die MOS-Akzidenzien &/@/e/a (oder #/b/t/d im Falle einer 5L2s-Stimmung). Da die Nicht-EDO-Notation keine endliche Menge Tonhöhen benutzt, sind Umstimmungen auf beliebige Skalen nicht möglich.
* Es gibt eine Ausnahme von der Regel, dass die MOS-Rautennotation immer auf einer EDO-Stimmung basiert. Das System bietet eine Möglichkeit, eine Nicht-EDO-Stimmung einer MOS-Skala anzugeben. Man schreibe “Non-edo mos tuning” im oberen Teil der Partitur und gebe die Größe des Generatorintervalls an. Man schreibe das MOS-Muster mit abstrakten Schritten L und s anstatt in EDO-Schritten, z. B. “LLsLsLs”. Bei Nicht-EDO-Notation haben die Akzidenzien ^/v keine Bedeutung und können nicht verwendet werden. Die einzigen möglichen Versetzungszeichen sind die MOS-Akzidenzien &/@/e/a (oder #/b/t/d im Falle einer 5L2s-Stimmung). Da die Nicht-EDO-Notation keine endliche Menge Tonhöhen benutzt, sind Umstimmungen auf beliebige Skalen nicht möglich.
* Es ist möglich, Untermengen-EDOs als MOS-Skalen für Notation zu behandeln, beispielsweise [[9-EDO]] in [[18-EDO]]. In diesem Fall haben die Versetzungszeichen &/@ keine Bedeutung und sind daher nicht möglich. Zudem stehen nach Taktstrichen keine Quadrate. Die einzigen möglichen Vorzeichen sind diejenigen, die alle Noten mit der gleichen Anzahl ^/v alterieren.
* Es ist möglich, Untermengen-EDOs als MOS-Skalen für Notation zu behandeln, beispielsweise [[9-EDO]] in [[18-EDO]]. In diesem Fall haben die Versetzungszeichen &/@ keine Bedeutung und sind daher nicht möglich. Zudem stehen nach Taktstrichen keine Quadrate. Die einzigen möglichen nicht alterierten Vorzeichen sind solche, die alle Noten um die gleiche Anzahl ^/v versetzen.
* Es ist möglich, 5L2s-Notation zu verwenden, auch in EDOs, in denen die beste Quinte 3\5 oder 4\7 ist. Das ist für Konsistenz mit bestehenden mikrotonalen Notationsschemen, die dies ermöglichen. Bei einer 4\7-Quinte versetzen die #/b-Zeichen Noten um null EDO-Stufen, und also sollte man diese Akzidenzien nicht benutzen. Triviale MOS-Stimmungen (mit L/s-Verhältnissen 1/0 und 1/1) sind nur im Falle von 5L2s möglich, nicht in anderen MOS-Skalen.
* Es ist möglich, 5L2s-Notation zu verwenden, auch in EDOs, in denen die beste Quinte 3\5 oder 4\7 ist. Das ist für Konsistenz mit bestehenden mikrotonalen Notationsschemen, die dies ermöglichen. Bei einer 4\7-Quinte versetzen die #/b-Zeichen Noten um null EDO-Stufen, und also sollte man diese Akzidenzien nicht benutzen. Triviale MOS-Stimmungen (mit L/s-Verhältnissen 1/0 und 1/1) sind nur im Falle von 5L2s möglich, nicht in anderen MOS-Skalen.
* Man kann in der MOS-Rautennotation in oktavfreien gleichstufigen Stimmungen und MOS-Skalen notieren. In diesem Fall kennzeichnen die Rauten die strukturelle [[Äquave]] (die Periode oder ggf. ein Vielfaches der Periode). Die Notennamen JKL… wiederholen sich in jeder Äquave. Man schreibe diese Äquave zusammen mit der Stimmung und dem MOS-Muster aus.
* Man kann in der MOS-Rautennotation in oktavfreien gleichstufigen Stimmungen und MOS-Skalen notieren. In diesem Fall kennzeichnen die Rauten die strukturelle [[Äquave]] (die Periode oder ggf. ein Vielfaches der Periode). Die Notennamen JKL… wiederholen sich in jeder Äquave. Man schreibe diese Äquave zusammen mit der Stimmung und dem MOS-Muster aus.