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Deutschsprachige Einführung:
Deutschsprachige Einführung:
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[http://de.wikipedia.org/wiki/Viertelton-Musik Viertelton-Musik (Wikipedia)]


Die Unterteilung der Oktave in 24 gleiche Teile ist das am weitesten verbreitete xenharmonische/mikrotonale Tonsystem. Vom westlichen Tonsystem ausgehend ist es wohl die naheliegendste und einfachste Idee, die bisherige kleinste Einheit ihrerseits in 2 Teile zu teilen. Alle vertrauten Intervalle von 12edo bleiben erhalten, und nicht zuletzt können Kompositionen in 24edo auf konventionellen Instrumenten gespielt werden - man benötigt allenfalls 2 Instrumente, die um einen Viertelton gegeneinander verstimmt sind.
'''24-EDO''', die Unterteilung der Oktave in 24 gleiche Teile ist das am weitesten verbreitete xenharmonische/mikrotonale [[Tonsystem]]. Vom westlichen Tonsystem ausgehend ist es wohl die naheliegendste und einfachste Idee, die bisherige kleinste Einheit ihrerseits in 2 Teile zu teilen. Alle vertrauten Intervalle von 12-EDO bleiben erhalten, und nicht zuletzt können Kompositionen in 24-EDO auf konventionellen Instrumenten gespielt werden - man benötigt allenfalls 2 Instrumente, die um einen Viertelton gegeneinander verstimmt sind.


In Bezug auf die Approximation [[Reine Stimmungen|reiner Intervalle]] ist zu sagen, dass die traditionellen 5-[[Limit]]-Intervalle, also insbesondere Quinten, Quarten und Terzen, in 24edo genau gleich gut bzw.gleich schlecht repräsentiert sind wie in 12edo. Die [[Naturseptime|Naturseptime 7/4]] und andere 7-Limit-Intervalle erscheinen in 24edo auf anderen Tonhöhen als in 12edo, jedoch nicht wesentlich besser angenähert. Xenharmoniker, die Wert auf konsonante Intervalle legen, werden deshalb ggf. lieber mit [[22edo]] arbeiten, in welchem die Naturseptime sehr gut und Quinte und Terzen vergleichbar gut repräsentiert sind - oder aber sie werden gleich auf [[31edo]] wechseln, welches mit nur 6 zusätzlichen Tönen deutlich bessere Approximationen für eine große Anzahl reiner Intervalle bietet.
In Bezug auf die Approximation [[Reine_Stimmungen|reiner Intervalle]] ist zu sagen, dass die traditionellen 5-[[Limit|Limit]]-Intervalle, also insbesondere Quinten, Quarten und Terzen, in 24-EDO genau gleich gut bzw.gleich schlecht repräsentiert sind wie in 12-EDO. Die [[Naturseptime|Naturseptime 7/4]] und andere 7-Limit-Intervalle erscheinen in 24-EDO auf anderen Tonhöhen als in 12-EDO, jedoch nicht wesentlich besser angenähert. Xenharmoniker, die Wert auf konsonante Intervalle legen, werden deshalb ggf. lieber mit [[22-EDO]] arbeiten, in welchem die Quinte vergleichbar gut, die grosse Terz leicht besser und die Naturseptime deutlich besser repräsentiert sind (und das erst noch mit weniger Tönen) - oder aber sie werden gleich auf [[31-EDO]] wechseln, welches mit moderat mehr Tönen deutlich bessere Approximationen für eine große Anzahl reiner Intervalle bietet. Wenn mehr Konsonanz in 5- und 7-Limit bei gleichzeitiger Verfügbarkeit der 12-EDO-Intervalle gewünscht wird, ist der nächste valable Kandidat erst [[72-EDO]].


[Todo 11-Limit, 72edo]
24-EDO bietet eine gute Unterstützung für 11-Limit-Intervalle, namentlich das [[Alphorn-Fa|Alphorn-Fa 11/8]] sowie die neutralen Sekunden 12/11 und 11/10 (beide durch dasselbe Intervall angenähert). Die Verfügbarkeit einer neutralen Sekunde macht es auch geeignet für die Approximation [[arabisch, türkisch, persisch|orientalischer]] Skalen - es ist eine mögliche Realisation der [[maqamisch]]en bzw. [[Mohajira]]-Temperatur. Weitere unterstützte [[Reguläre Temperaturen|reguläre Temperaturen]] sind [[Semiphor, Semaphor, Godzilla|Semiphor/Godzilla]].
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Deutschsprachige Einführung:&lt;br /&gt;
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Die Unterteilung der Oktave in 24 gleiche Teile ist das am weitesten verbreitete xenharmonische/mikrotonale Tonsystem. Vom westlichen Tonsystem ausgehend ist es wohl die naheliegendste und einfachste Idee, die bisherige kleinste Einheit ihrerseits in 2 Teile zu teilen. Alle vertrauten Intervalle von 12edo bleiben erhalten, und nicht zuletzt können Kompositionen in 24edo auf konventionellen Instrumenten gespielt werden - man benötigt allenfalls 2 Instrumente, die um einen Viertelton gegeneinander verstimmt sind.&lt;br /&gt;
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In Bezug auf die Approximation &lt;a class="wiki_link" href="/Reine%20Stimmungen"&gt;reiner Intervalle&lt;/a&gt; ist zu sagen, dass die traditionellen 5-&lt;a class="wiki_link" href="/Limit"&gt;Limit&lt;/a&gt;-Intervalle, also insbesondere Quinten, Quarten und Terzen, in 24edo genau gleich gut bzw.gleich schlecht repräsentiert sind wie in 12edo. Die &lt;a class="wiki_link" href="/Naturseptime"&gt;Naturseptime 7/4&lt;/a&gt; und andere 7-Limit-Intervalle erscheinen in 24edo auf anderen Tonhöhen als in 12edo, jedoch nicht wesentlich besser angenähert. Xenharmoniker, die Wert auf konsonante Intervalle legen, werden deshalb ggf. lieber mit &lt;a class="wiki_link" href="/22edo"&gt;22edo&lt;/a&gt; arbeiten, in welchem die Naturseptime sehr gut und Quinte und Terzen vergleichbar gut repräsentiert sind - oder aber sie werden gleich auf &lt;a class="wiki_link" href="/31edo"&gt;31edo&lt;/a&gt; wechseln, welches mit nur 6 zusätzlichen Tönen deutlich bessere Approximationen für eine große Anzahl reiner Intervalle bietet.&lt;br /&gt;
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Aktuelle Version vom 28. Juni 2021, 14:24 Uhr


Deutschsprachige Einführung:

Viertelton-Musik (Wikipedia)

24-EDO, die Unterteilung der Oktave in 24 gleiche Teile ist das am weitesten verbreitete xenharmonische/mikrotonale Tonsystem. Vom westlichen Tonsystem ausgehend ist es wohl die naheliegendste und einfachste Idee, die bisherige kleinste Einheit ihrerseits in 2 Teile zu teilen. Alle vertrauten Intervalle von 12-EDO bleiben erhalten, und nicht zuletzt können Kompositionen in 24-EDO auf konventionellen Instrumenten gespielt werden - man benötigt allenfalls 2 Instrumente, die um einen Viertelton gegeneinander verstimmt sind.

In Bezug auf die Approximation reiner Intervalle ist zu sagen, dass die traditionellen 5-Limit-Intervalle, also insbesondere Quinten, Quarten und Terzen, in 24-EDO genau gleich gut bzw.gleich schlecht repräsentiert sind wie in 12-EDO. Die Naturseptime 7/4 und andere 7-Limit-Intervalle erscheinen in 24-EDO auf anderen Tonhöhen als in 12-EDO, jedoch nicht wesentlich besser angenähert. Xenharmoniker, die Wert auf konsonante Intervalle legen, werden deshalb ggf. lieber mit 22-EDO arbeiten, in welchem die Quinte vergleichbar gut, die grosse Terz leicht besser und die Naturseptime deutlich besser repräsentiert sind (und das erst noch mit weniger Tönen) - oder aber sie werden gleich auf 31-EDO wechseln, welches mit moderat mehr Tönen deutlich bessere Approximationen für eine große Anzahl reiner Intervalle bietet. Wenn mehr Konsonanz in 5- und 7-Limit bei gleichzeitiger Verfügbarkeit der 12-EDO-Intervalle gewünscht wird, ist der nächste valable Kandidat erst 72-EDO.

24-EDO bietet eine gute Unterstützung für 11-Limit-Intervalle, namentlich das Alphorn-Fa 11/8 sowie die neutralen Sekunden 12/11 und 11/10 (beide durch dasselbe Intervall angenähert). Die Verfügbarkeit einer neutralen Sekunde macht es auch geeignet für die Approximation orientalischer Skalen - es ist eine mögliche Realisation der maqamischen bzw. Mohajira-Temperatur. Weitere unterstützte reguläre Temperaturen sind Semiphor/Godzilla.