Durtonleiter
Über die rein intonierte Durtonleiter ist die Auffassung weit verbreitet, dass sich ihr Tonmaterial aus drei reinen Dur-Dreiklängen (3:4:5) zusammensetzt. Zwei dieser Dreiklänge haben jeweils einen Ton gemeinsam in der Form, dass die Quinte des einen der Grundton des anderen ist:
| F | A | C | ||||||||||
| C | E | G | ||||||||||
| G | H | D |
Wenn man diese Töne durch Oktavieren in den Raum einer Oktave bringt (F und A nach oben, D nach unten):
| C | F | A | ||||||||||
| C | E | G | ||||||||||
| D | G | H |
...erhält man (nach Ergänzung des die Oktave abschließenden Cs) die aus dem Schulunterricht bekannte Durtonleiter:
| C | D | E | F | G | A | H | C |
Die Einführung der reinen Durtonleiter mit der Naturterz 5/4 anstelle der pythagoräischen grossen Terz 81/64 geht wesentlich auf Gioseffo Zarlino zurück, weswegen sie manchmal als Zarlino-Skala bezeichnet wird.
Die Töne der reinen Durtonleiter bilden zum Grundton Intervalle mit den folgenden Zahlenverhältnissen:
1/1, 9/8, 5/4, 4/3, 3/2, 5/3, 15/8.