Whitewood

Aus Xenharmonie-Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Einführungsartikel reguläre Temperaturen

Die Familie der Whitewood-Temperaturen ist definiert durch das Austemperieren des Intervalls 2187/2048, des pythagoräischen chromatischen Halbtons oder pythagoräischen Apotoms. Dieses Intervall ist der Unterschied zwischen sieben reinen Quinten 3/2 und vier Oktaven 2/1, und das Austemperieren hat zur Folge, dass man beim Aufeinanderschichten von Quinten nach sieben Schritten auf der Oktave landet - d. h. wir bekommen genau 7-EDO. Gleichstufige Tonsysteme, die Whitewood unterstützen, sind natürlich Unterteilungen in Vielfache von 7.

Whitewood ist eine Art Gegenstück zu Blackwood, wo der pythagoräische diatonische Halbton (pythagoräisches Limma) austemperiert wird und dessen gleichstufige Realisierungen alle Vielfache von5-EDO sind. Der Name Whitewood wurde natürlich als Gegenstück zu Blackwood gewählt.

Der pythagoräische chromatische Halbton ist 113.685 Cent gross, also sogar noch grösser als ein Standard-Halbton - ihn als Komma zu behandeln und auszutemperieren, führt tendenziell zu ziemlich "verstimmten" Intervallen, wie es die von 7-EDO sind.

Da der pythagoräische chromatische Halbton im 3-Limit-Intervallraum liegt, liegt die theoretisch einfachste Variante der Whitewood-Temperatur auch dort - diese ist jedoch nichts anderes als 7-EDO, sie ist eindimensional und als reguläre Temperatur nicht so von Interesse.

Üblicherweise ist mit "Whitewood" ohne Zusatzbezeichnung die 5-Limit-Variante gemeint, die zweidimensional ist. Als Generator dient eine grosse Terz 5/4.

[ToDo weitere Eigenschaften]