Porcupine: Unterschied zwischen den Versionen

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Ferner hat Porcupine auch eine achttönige MOS-Skala, wobei L der kleine Ganzton ist und s eine Oktave minus 7 Generatorenschritte, ein Intervall, welches der Unterschied zwischen grossem und kleinem Ganzton ist.
Ferner hat Porcupine auch eine achttönige MOS-Skala, wobei L der kleine Ganzton ist und s eine Oktave minus 7 Generatorenschritte, ein Intervall, welches der Unterschied zwischen grossem und kleinem Ganzton ist.


Noch mehr Dinge kann man ableiten: etwa, dass die heptatonische Porcupine-Skala zwei Dur-Modi hat, Lssssss und sLsssss, welche beide aber nicht über eine reine Quarte (3s) verfügen, sondern das etwas höhere Intervall 1L+2s, wleches dem [[xenharmonie/Alphorn-Fa|Alphorn-Fa]] ähnelt. Die Dur-Skala Lssssss beginnt also mit Approximationen von grossem Ganzton, reiner grosser Terz, Alphorn-Fa und Quinte - eine Approximation der Oberton-Skala (wobei die Güte der Approximation von der konkreten Grösse des Generators abhängt). Ebenso verfügt die heptatonische Porcupine-Skala über 2 Moll-Modi, sssLsss und ssLssss, der erste mit reiner Quarte und symmetrischer Struktur (zwei identische Tetrachorde der Form sss), der zweite mit "Alphorn-Fa"-Quarte.
Noch mehr Dinge kann man ableiten: etwa, dass die heptatonische Porcupine-Skala zwei Dur-Modi hat, Lssssss und sLsssss, welche beide aber nicht über eine reine Quarte (3s) verfügen, sondern das etwas höhere Intervall 1L+2s, welches dem [[xenharmonie/Alphorn-Fa|Alphorn-Fa]] ähnelt. Die Dur-Skala Lssssss beginnt also mit Approximationen von grossem Ganzton, reiner grosser Terz, Alphorn-Fa und Quinte - eine Approximation der Oberton-Skala (wobei die Güte der Approximation von der konkreten Grösse des Generators abhängt). Ebenso verfügt die heptatonische Porcupine-Skala über 2 Moll-Modi, sssLsss und ssLssss, der erste mit reiner Quarte und symmetrischer Struktur (zwei identische Tetrachorde der Form sss), der zweite mit "Alphorn-Fa"-Quarte.


Wir erhalten also auf einfache Weise eine Reihe von Eigenschaften und Strukturen, die teils vertraut sind, sich teils aber auch von [[xenharmonie/mitteltönig|mitteltönigen]] Systemen deutlich unterscheiden. Und all dies, das nicht zu vergessen, folgt sozusagen direkt aus der Austemperierung des Porcupine-Kommas.
Wir erhalten also auf einfache Weise eine Reihe von Eigenschaften und Strukturen, die teils vertraut sind, sich teils aber auch von [[xenharmonie/mitteltönig|mitteltönigen]] Systemen deutlich unterscheiden. Und all dies, das nicht zu vergessen, folgt sozusagen direkt aus der Austemperierung des Porcupine-Kommas.
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Gleichstufige Systeme, die Realisierungen von Porcupine bieten, sind unter anderem [[15edo|15edo,]] [[22edo]], [[29edo]], [[37edo]].
Gleichstufige Systeme, die Realisierungen von Porcupine bieten, sind unter anderem [[15edo|15edo,]] [[22edo]], [[29edo]], [[37edo]].


In 15edo ist das Komplement einer siebentönigen MOS-Skala genau eine achttönige MOS-Skala und umgekehrt. Dies kann als Basis für ein 15edo-Keyboardlayout verwendet werden. Siehe etwa [[http://www.metatonalmusic.com/Keyboards.html]]</pre></div>
In 15edo ist das Komplement einer siebentönigen MOS-Skala genau eine achttönige MOS-Skala und umgekehrt. Dies kann als Basis für ein 15edo-Keyboardlayout verwendet werden. Siehe etwa [[http://www.metatonalmusic.com/Keyboards.html]]
 
Als Entdecker der Porcupine-Temperatur gilt Dave Keenan. Der Name jedoch leitet sich her von der [[http://sites.google.com/site/teamouse/home#TOC-Mizarian-music|Mizarian Porcupine ]]Ouverture, einer Komposition in 15edo von Herman Miller.
 
=Varianten=
==5-Limit-Porcupine==
Dies ist die Basis-Variante, definiert auf dem dreidimensionalen 5-[[Limit]]-[[Intervallraum]].
==7-Limit-Porcupine==
Auf dem vierdimensionalen Intervallraum bei Einbezug der Primzahl 7 erhält man die oben beschriebenen Porcupine-Skalen, indem man neben dem Porcupine-Komma noch das [[64_63|Archytas- oder Leipziger Komma 64/63]] austemperiert. Dieses ist bekanntlich der Unterschied zwischen 2 Quarten und einer [[Naturseptime|Naturseptime 7/4]]. Dementsprechend bilden in 7-Limit-Porcupine 6 Generatorschritte eine Naturseptime, und der große Ganzton in Porcupine steht sowohl für das Intervall 9/8 als auch den septimalen Ganzton 8/7.</pre></div>
<h4>Original HTML content:</h4>
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<div style="width:100%; max-height:400pt; overflow:auto; background-color:#f8f9fa; border: 1px solid #eaecf0; padding:0em"><pre style="margin:0px;border:none;background:none;word-wrap:break-word;width:200%;white-space: pre-wrap ! important" class="old-revision-html">&lt;html&gt;&lt;head&gt;&lt;title&gt;Porcupine&lt;/title&gt;&lt;/head&gt;&lt;body&gt;English: &lt;a class="wiki_link" href="http://xenharmonic.wikispaces.com/Porcupine"&gt;xenharmonic/Porcupine&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
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Ferner hat Porcupine auch eine achttönige MOS-Skala, wobei L der kleine Ganzton ist und s eine Oktave minus 7 Generatorenschritte, ein Intervall, welches der Unterschied zwischen grossem und kleinem Ganzton ist.&lt;br /&gt;
Ferner hat Porcupine auch eine achttönige MOS-Skala, wobei L der kleine Ganzton ist und s eine Oktave minus 7 Generatorenschritte, ein Intervall, welches der Unterschied zwischen grossem und kleinem Ganzton ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch mehr Dinge kann man ableiten: etwa, dass die heptatonische Porcupine-Skala zwei Dur-Modi hat, Lssssss und sLsssss, welche beide aber nicht über eine reine Quarte (3s) verfügen, sondern das etwas höhere Intervall 1L+2s, wleches dem &lt;a class="wiki_link" href="http://xenharmonie.wikispaces.com/Alphorn-Fa"&gt;Alphorn-Fa&lt;/a&gt; ähnelt. Die Dur-Skala Lssssss beginnt also mit Approximationen von grossem Ganzton, reiner grosser Terz, Alphorn-Fa und Quinte - eine Approximation der Oberton-Skala (wobei die Güte der Approximation von der konkreten Grösse des Generators abhängt). Ebenso verfügt die heptatonische Porcupine-Skala über 2 Moll-Modi, sssLsss und ssLssss, der erste mit reiner Quarte und symmetrischer Struktur (zwei identische Tetrachorde der Form sss), der zweite mit &amp;quot;Alphorn-Fa&amp;quot;-Quarte.&lt;br /&gt;
Noch mehr Dinge kann man ableiten: etwa, dass die heptatonische Porcupine-Skala zwei Dur-Modi hat, Lssssss und sLsssss, welche beide aber nicht über eine reine Quarte (3s) verfügen, sondern das etwas höhere Intervall 1L+2s, welches dem &lt;a class="wiki_link" href="http://xenharmonie.wikispaces.com/Alphorn-Fa"&gt;Alphorn-Fa&lt;/a&gt; ähnelt. Die Dur-Skala Lssssss beginnt also mit Approximationen von grossem Ganzton, reiner grosser Terz, Alphorn-Fa und Quinte - eine Approximation der Oberton-Skala (wobei die Güte der Approximation von der konkreten Grösse des Generators abhängt). Ebenso verfügt die heptatonische Porcupine-Skala über 2 Moll-Modi, sssLsss und ssLssss, der erste mit reiner Quarte und symmetrischer Struktur (zwei identische Tetrachorde der Form sss), der zweite mit &amp;quot;Alphorn-Fa&amp;quot;-Quarte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erhalten also auf einfache Weise eine Reihe von Eigenschaften und Strukturen, die teils vertraut sind, sich teils aber auch von &lt;a class="wiki_link" href="http://xenharmonie.wikispaces.com/mittelt%C3%B6nig"&gt;mitteltönigen&lt;/a&gt; Systemen deutlich unterscheiden. Und all dies, das nicht zu vergessen, folgt sozusagen direkt aus der Austemperierung des Porcupine-Kommas.&lt;br /&gt;
Wir erhalten also auf einfache Weise eine Reihe von Eigenschaften und Strukturen, die teils vertraut sind, sich teils aber auch von &lt;a class="wiki_link" href="http://xenharmonie.wikispaces.com/mittelt%C3%B6nig"&gt;mitteltönigen&lt;/a&gt; Systemen deutlich unterscheiden. Und all dies, das nicht zu vergessen, folgt sozusagen direkt aus der Austemperierung des Porcupine-Kommas.&lt;br /&gt;
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Gleichstufige Systeme, die Realisierungen von Porcupine bieten, sind unter anderem &lt;a class="wiki_link" href="/15edo"&gt;15edo,&lt;/a&gt; &lt;a class="wiki_link" href="/22edo"&gt;22edo&lt;/a&gt;, &lt;a class="wiki_link" href="/29edo"&gt;29edo&lt;/a&gt;, &lt;a class="wiki_link" href="/37edo"&gt;37edo&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Gleichstufige Systeme, die Realisierungen von Porcupine bieten, sind unter anderem &lt;a class="wiki_link" href="/15edo"&gt;15edo,&lt;/a&gt; &lt;a class="wiki_link" href="/22edo"&gt;22edo&lt;/a&gt;, &lt;a class="wiki_link" href="/29edo"&gt;29edo&lt;/a&gt;, &lt;a class="wiki_link" href="/37edo"&gt;37edo&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 15edo ist das Komplement einer siebentönigen MOS-Skala genau eine achttönige MOS-Skala und umgekehrt. Dies kann als Basis für ein 15edo-Keyboardlayout verwendet werden. Siehe etwa &lt;a class="wiki_link_ext" href="http://www.metatonalmusic.com/Keyboards.html" rel="nofollow"&gt;http://www.metatonalmusic.com/Keyboards.html&lt;/a&gt;&lt;/body&gt;&lt;/html&gt;</pre></div>
In 15edo ist das Komplement einer siebentönigen MOS-Skala genau eine achttönige MOS-Skala und umgekehrt. Dies kann als Basis für ein 15edo-Keyboardlayout verwendet werden. Siehe etwa &lt;a class="wiki_link_ext" href="http://www.metatonalmusic.com/Keyboards.html" rel="nofollow"&gt;http://www.metatonalmusic.com/Keyboards.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Entdecker der Porcupine-Temperatur gilt Dave Keenan. Der Name jedoch leitet sich her von der &lt;a class="wiki_link_ext" href="http://sites.google.com/site/teamouse/home#TOC-Mizarian-music" rel="nofollow"&gt;Mizarian Porcupine &lt;/a&gt;Ouverture, einer Komposition in 15edo von Herman Miller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- ws:start:WikiTextHeadingRule:2:&amp;lt;h1&amp;gt; --&gt;&lt;h1 id="toc0"&gt;&lt;a name="Varianten"&gt;&lt;/a&gt;&lt;!-- ws:end:WikiTextHeadingRule:2 --&gt;Varianten&lt;/h1&gt;
&lt;!-- ws:start:WikiTextHeadingRule:4:&amp;lt;h2&amp;gt; --&gt;&lt;h2 id="toc1"&gt;&lt;a name="Varianten-5-Limit-Porcupine"&gt;&lt;/a&gt;&lt;!-- ws:end:WikiTextHeadingRule:4 --&gt;5-Limit-Porcupine&lt;/h2&gt;
Dies ist die Basis-Variante, definiert auf dem dreidimensionalen 5-&lt;a class="wiki_link" href="/Limit"&gt;Limit&lt;/a&gt;-&lt;a class="wiki_link" href="/Intervallraum"&gt;Intervallraum&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;!-- ws:start:WikiTextHeadingRule:6:&amp;lt;h2&amp;gt; --&gt;&lt;h2 id="toc2"&gt;&lt;a name="Varianten-7-Limit-Porcupine"&gt;&lt;/a&gt;&lt;!-- ws:end:WikiTextHeadingRule:6 --&gt;7-Limit-Porcupine&lt;/h2&gt;
Auf dem vierdimensionalen Intervallraum bei Einbezug der Primzahl 7 erhält man die oben beschriebenen Porcupine-Skalen, indem man neben dem Porcupine-Komma noch das &lt;a class="wiki_link" href="/64_63"&gt;Archytas- oder Leipziger Komma 64/63&lt;/a&gt; austemperiert. Dieses ist bekanntlich der Unterschied zwischen 2 Quarten und einer &lt;a class="wiki_link" href="/Naturseptime"&gt;Naturseptime 7/4&lt;/a&gt;. Dementsprechend bilden in 7-Limit-Porcupine 6 Generatorschritte eine Naturseptime, und der große Ganzton in Porcupine steht sowohl für das Intervall 9/8 als auch den septimalen Ganzton 8/7.&lt;/body&gt;&lt;/html&gt;</pre></div>