Konsonanz: Unterschied zwischen den Versionen

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Dasselbe Argument war lange Zeit ein kleiner Schwachpunkt im wissenschaftlichen Anspruch der Theorie von Helmholtz, weil die Hypothese, die Konsonanz eines Intervalls werde von übereinstimmenden Obertonfrequenzen der beteiligten Töne bestimmt, mit akustischen Instrumenten schwierig zu falsifizieren ist. Der technische Fortschritt hat diese Schwäche nun beseitigt, denn mit elektronischen Mitteln ist es heutzutage möglich, Klänge mit beliebigen Obertonfrequenzen zu erzeugen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, Helmholtz' Theorie sozusagen in umgekehrter Richtung anzuwenden - und tatsächlich können so Intervalle mit sehr "schrägen" Frequenzverhältnissen konsonant klingen, Intervalle wie die Oktave hingegen dissonant.
Dasselbe Argument war lange Zeit ein kleiner Schwachpunkt im wissenschaftlichen Anspruch der Theorie von Helmholtz, weil die Hypothese, die Konsonanz eines Intervalls werde von übereinstimmenden Obertonfrequenzen der beteiligten Töne bestimmt, mit akustischen Instrumenten schwierig zu falsifizieren ist. Der technische Fortschritt hat diese Schwäche nun beseitigt, denn mit elektronischen Mitteln ist es heutzutage möglich, Klänge mit beliebigen Obertonfrequenzen zu erzeugen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, Helmholtz' Theorie sozusagen in umgekehrter Richtung anzuwenden - und tatsächlich können so Intervalle mit sehr "schrägen" Frequenzverhältnissen konsonant klingen, Intervalle wie die Oktave hingegen dissonant.


Diese im nachhinein verblüffend offensichtliche, Idee wurde zum erstenmal von Elizabeth A. Cohen bearbeitet - siehe dazu im obigen Werk von Muzzulini das Kapitel über die Arbeiten von Elizabeth A. Cohen (Seite 142 ff.). Siehe ferner die Arbeiten von [[Wiliam Sethares|William Sethares]], namentlich sein Buch [[http://books.google.ch/books?id=KChoKKhjOb0C&amp;hl=de|Tuning, Timbre, Spectrum, Scale]]. Eine deutschpsrachige Besprechung findet sich in:
Diese, im nachhinein verblüffend offensichtliche, Idee wurde zum erstenmal von Elizabeth A. Cohen bearbeitet - siehe im obigen Werk von Muzzulini das Kapitel über die Arbeiten von Elizabeth A. Cohen (Seite 142 ff.). Siehe ferner die Arbeiten von [[Wiliam Sethares|William Sethares]], namentlich sein Buch [[http://books.google.ch/books?id=KChoKKhjOb0C&amp;hl=de|Tuning, Timbre, Spectrum, Scale]]. Eine deutschsprachige Besprechung findet sich in:
Luca Turin (2008): Das sollten Sie sich anhören!. In: NZZ Folio: Die Sinne. [[http://folio.nzz.ch/2008/april/das-sollten-sie-sich-anhoren|Online-Version des Artikels (für NZZ-Abonnenten)]]</pre></div>
Luca Turin: Das sollten Sie sich anhören!. In: NZZ Folio: Die Sinne (2008). [[http://folio.nzz.ch/2008/april/das-sollten-sie-sich-anhoren|Online-Version des Artikels (für NZZ-Abonnenten)]]</pre></div>
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Dasselbe Argument war lange Zeit ein kleiner Schwachpunkt im wissenschaftlichen Anspruch der Theorie von Helmholtz, weil die Hypothese, die Konsonanz eines Intervalls werde von übereinstimmenden Obertonfrequenzen der beteiligten Töne bestimmt, mit akustischen Instrumenten schwierig zu falsifizieren ist. Der technische Fortschritt hat diese Schwäche nun beseitigt, denn mit elektronischen Mitteln ist es heutzutage möglich, Klänge mit beliebigen Obertonfrequenzen zu erzeugen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, Helmholtz' Theorie sozusagen in umgekehrter Richtung anzuwenden - und tatsächlich können so Intervalle mit sehr &amp;quot;schrägen&amp;quot; Frequenzverhältnissen konsonant klingen, Intervalle wie die Oktave hingegen dissonant.&lt;br /&gt;
Dasselbe Argument war lange Zeit ein kleiner Schwachpunkt im wissenschaftlichen Anspruch der Theorie von Helmholtz, weil die Hypothese, die Konsonanz eines Intervalls werde von übereinstimmenden Obertonfrequenzen der beteiligten Töne bestimmt, mit akustischen Instrumenten schwierig zu falsifizieren ist. Der technische Fortschritt hat diese Schwäche nun beseitigt, denn mit elektronischen Mitteln ist es heutzutage möglich, Klänge mit beliebigen Obertonfrequenzen zu erzeugen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, Helmholtz' Theorie sozusagen in umgekehrter Richtung anzuwenden - und tatsächlich können so Intervalle mit sehr &amp;quot;schrägen&amp;quot; Frequenzverhältnissen konsonant klingen, Intervalle wie die Oktave hingegen dissonant.&lt;br /&gt;
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Diese im nachhinein verblüffend offensichtliche, Idee wurde zum erstenmal von Elizabeth A. Cohen bearbeitet - siehe dazu im obigen Werk von Muzzulini das Kapitel über die Arbeiten von Elizabeth A. Cohen (Seite 142 ff.). Siehe ferner die Arbeiten von &lt;a class="wiki_link" href="/Wiliam%20Sethares"&gt;William Sethares&lt;/a&gt;, namentlich sein Buch &lt;a class="wiki_link_ext" href="http://books.google.ch/books?id=KChoKKhjOb0C&amp;amp;hl=de" rel="nofollow"&gt;Tuning, Timbre, Spectrum, Scale&lt;/a&gt;. Eine deutschpsrachige Besprechung findet sich in:&lt;br /&gt;
Diese, im nachhinein verblüffend offensichtliche, Idee wurde zum erstenmal von Elizabeth A. Cohen bearbeitet - siehe im obigen Werk von Muzzulini das Kapitel über die Arbeiten von Elizabeth A. Cohen (Seite 142 ff.). Siehe ferner die Arbeiten von &lt;a class="wiki_link" href="/Wiliam%20Sethares"&gt;William Sethares&lt;/a&gt;, namentlich sein Buch &lt;a class="wiki_link_ext" href="http://books.google.ch/books?id=KChoKKhjOb0C&amp;amp;hl=de" rel="nofollow"&gt;Tuning, Timbre, Spectrum, Scale&lt;/a&gt;. Eine deutschsprachige Besprechung findet sich in:&lt;br /&gt;
Luca Turin (2008): Das sollten Sie sich anhören!. In: NZZ Folio: Die Sinne. &lt;a class="wiki_link_ext" href="http://folio.nzz.ch/2008/april/das-sollten-sie-sich-anhoren" rel="nofollow"&gt;Online-Version des Artikels (für NZZ-Abonnenten)&lt;/a&gt;&lt;/body&gt;&lt;/html&gt;</pre></div>
Luca Turin: Das sollten Sie sich anhören!. In: NZZ Folio: Die Sinne (2008). &lt;a class="wiki_link_ext" href="http://folio.nzz.ch/2008/april/das-sollten-sie-sich-anhoren" rel="nofollow"&gt;Online-Version des Artikels (für NZZ-Abonnenten)&lt;/a&gt;&lt;/body&gt;&lt;/html&gt;</pre></div>