Durtonleiter: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 112: | Zeile 112: | ||
|} | |} | ||
Die | = Geschichte = | ||
Die reine diatonische Durtonleiter war bereits in der Antike bekannt, sie ist eine der von [https://de.wikipedia.org/wiki/Claudius_Ptolem%C3%A4us Claudius_Ptolemäus] beschriebenen Tonleitern. | |||
Die Bedeutung der reinen diatonischen Skala in der europäischen Musik, konkret die zentrale Stellung der Naturterz 5/4 anstelle der im Mittelalter verbreiteten pythagoräischen grossen Terz 81/64, geht wesentlich auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Gioseffo_Zarlino Gioseffo Zarlino] zurück. | |||
Für die reine diatonische Durskala sind deshalb auch die Bezeichnungen '''Ptolemäus' diatonische Skala''' und '''Zarlino-Skala''' gebräuchlich. | |||
= Eigenschaften = | |||
Die Töne der reinen Durtonleiter bilden zum Grundton Intervalle mit den folgenden Zahlenverhältnissen: | Die Töne der reinen Durtonleiter bilden zum Grundton Intervalle mit den folgenden Zahlenverhältnissen: | ||
1/1, 9/8, 5/4, 4/3, 3/2, 5/3, 15/8. | 1/1, 9/8, 5/4, 4/3, 3/2, 5/3, 15/8. | ||
Diese Skala ist '''keine''' [[MOS-Skalen|MOS-Skala]],denn sie enthält Intervalle in drei verschiedenen Grössen: den grossen Ganzton 9/8, den kleinen Ganzon 19/9 und den diatonischen Halbton 16/15, gemäss folgendem Muster: LMsLMLs (L steht für einen grossen Ganzton, M für einen kleinen Ganzton und s für einen diatonischen Halbton). | |||
Version vom 29. November 2025, 21:49 Uhr
Über die rein intonierte Durtonleiter ist die Auffassung weit verbreitet, dass sich ihr Tonmaterial aus drei reinen Dur-Dreiklängen (3:4:5) zusammensetzt. Zwei dieser Dreiklänge haben jeweils einen Ton gemeinsam in der Form, dass die Quinte des einen der Grundton des anderen ist:
| F | A | C | ||||||||||
| C | E | G | ||||||||||
| G | H | D |
Wenn man diese Töne durch Oktavieren in den Raum einer Oktave bringt (F und A nach oben, D nach unten):
| C | F | A | ||||||||||
| C | E | G | ||||||||||
| D | G | H |
...erhält man (nach Ergänzung des die Oktave abschließenden Cs) die aus dem Schulunterricht bekannte Durtonleiter:
| C | D | E | F | G | A | H | C |
Geschichte
Die reine diatonische Durtonleiter war bereits in der Antike bekannt, sie ist eine der von Claudius_Ptolemäus beschriebenen Tonleitern.
Die Bedeutung der reinen diatonischen Skala in der europäischen Musik, konkret die zentrale Stellung der Naturterz 5/4 anstelle der im Mittelalter verbreiteten pythagoräischen grossen Terz 81/64, geht wesentlich auf Gioseffo Zarlino zurück.
Für die reine diatonische Durskala sind deshalb auch die Bezeichnungen Ptolemäus' diatonische Skala und Zarlino-Skala gebräuchlich.
Eigenschaften
Die Töne der reinen Durtonleiter bilden zum Grundton Intervalle mit den folgenden Zahlenverhältnissen:
1/1, 9/8, 5/4, 4/3, 3/2, 5/3, 15/8.
Diese Skala ist keine MOS-Skala,denn sie enthält Intervalle in drei verschiedenen Grössen: den grossen Ganzton 9/8, den kleinen Ganzon 19/9 und den diatonischen Halbton 16/15, gemäss folgendem Muster: LMsLMLs (L steht für einen grossen Ganzton, M für einen kleinen Ganzton und s für einen diatonischen Halbton).