Hanson-Kleismisch: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Reguläre_Temperaturen|Einführungsartikel reguläre Temperaturen]]
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<h4>Original Wikitext content:</h4>
<div style="width:100%; max-height:400pt; overflow:auto; background-color:#f8f9fa; border: 1px solid #eaecf0; padding:0em"><pre style="margin:0px;border:none;background:none;word-wrap:break-word;white-space: pre-wrap ! important" class="old-revision-html">English: [[xenharmonic/kleismic|xenharmonic/Kleismic family]]


[[xenharmonie/Reguläre Temperaturen|Einführungsartikel reguläre Temperaturen]]
Die Familie der '''kleismischen Temperaturen''' ist definiert über das Austemperieren des [[15625/15552|Kleismas]]. Dies ist das Intervall mit dem Frequenzverhältnis 15'625/15'552 (8.107 [[Cent]]) und tritt auf als Differenz zwischen 6 reinen kleinen Terzen (6/5) und einer reinen Duodezime (3/1).


Die Familie der **kleismischen Temperaturen** ist definiert über das Austemperieren des [[http://en.wikipedia.org/wiki/Kleisma|Kleismas]]. Dies ist das Intervall mit dem Frequenzverhältnis 15'625/15'552 (8.107 Cents) und tritt auf als Differenz zwischen 6 reinen kleinen Terzen (6/5) und einer reinen Duodezime (3/1).
Generator ist entsprechend eine kleine Terz, welche etwas hochtemperiert wird. 5 solche kleine Terzen bilden dann oktavreduziert eine grosse Terz, welche typischerweise (aber nicht zwingend) etwas kleiner ist als die reine (5/4).


Generator ist entsprechend eine kleine Terz, welche etwas hochtemperiert wird. 5 solche kleine Terzen bilden dann oktavreduziert eine grosse Terz, welche typischerweise etwas kleiner ist als die reine (5/4).
Das Kleisma tritt ausserdem auf als Unterschied zwischen drei reinen [[25/24|chromatischen Halbtönen 25/24]] und einem grossen Ganzton 9/8. Ein grosser Ganzton wird also in einer kleismische Temperatur in drei gleiche Teile geteilt, und der reine chromatische Halbton erscheint sozusagen als Drittelton.
Die einfachste Variante der kleismischen Temperaturen, definiert auf dem dreidimensionalen 5-[[Limit]]-[[Intervallraum]], heisst **Hanson**, benannt nach Larry A. Hanson &lt;ref&gt;Larry A. Hanson, [[http://anaphoria.com/hanson.PDF|Development of a 53-Tone Keyboard Layout]], Xenharmonikon XII, 1989&lt;/ref&gt; . Sie ist besonders gut in [[53edo]] repräsentiert. Durch Hinzunahme von zusätzlichen Obertönen und zusätzlichen Kommas ergeben sich diverse Varianten, siehe hierzu den Artikel im [[xenharmonic/Kleismic family|englischen Xenharmonic Wiki]] .


[[Gleichstufige Tonsysteme|Gleichstufige]] Systeme, welche Hanson unterstützen, sind neben [[53edo]] unter anderem [[19edo]] ([[mitteltönig]]), [[34edo]], [[72edo]], mit Einschränkungen [[15edo]] (alle nicht-mitteltönig).
= Varianten =
== Hanson ==
Die einfachste Variante der kleismischen Temperaturen, definiert auf dem dreidimensionalen 5-[[Limit]]-[[Intervallraum]], heisst '''Hanson''', benannt nach Larry A. Hanson [[#cite_note-1|[1]]] . Sie ist besonders gut in [[53-EDO]] repräsentiert.


=Referenzen=
[[Gleichstufige_Tonsysteme|Gleichstufige]] Systeme, welche Hanson unterstützen, sind neben [[53-EDO]] unter anderem [[19-EDO]] ([[mitteltönig|mitteltönig]]), [[34-EDO]], [[72-EDO]], mit Einschränkungen [[15-EDO]] (alle nicht-mitteltönig).
&lt;references /&gt;</pre></div>
== Kata: Natürliche Erweiterung auf 13-Limit ==
<h4>Original HTML content:</h4>
Das Kleisma temperiert bekanntlich den Unterschied zwischen drei chromatischen Halbtönen 25/24 und einem grossen Ganzton 9/8 aus, wodurch dieser in drei gleiche Teile geteilt wird. Da sich ein grosser Ganzton in reiner Stimmung aus der Kombination der Intervalle 25/24, 26/25 und 27/26 zusammensetzt, ergibt sich eine natürliche Definition einer kleismischen Temperatur im vierdimensionalen [[Intervallraum]] zu den Primzahlen 2, 3, 5 und 13, in dem die Intervalle 26/25 und 27/26 liegen. Diese Erweiterung (im Intervallraum zu 2, 3, 5 und 13, ohne 7 und 11) wird manchmal '''Kata''' genannt.
<div style="width:100%; max-height:400pt; overflow:auto; background-color:#f8f9fa; border: 1px solid #eaecf0; padding:0em"><pre style="margin:0px;border:none;background:none;word-wrap:break-word;width:200%;white-space: pre-wrap ! important" class="old-revision-html">&lt;html&gt;&lt;head&gt;&lt;title&gt;Hanson Kleismisch&lt;/title&gt;&lt;/head&gt;&lt;body&gt;English: &lt;a class="wiki_link" href="http://xenharmonic.wikispaces.com/kleismic"&gt;xenharmonic/Kleismic family&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
 
&lt;br /&gt;
== Katakleismisch ==
&lt;a class="wiki_link" href="http://xenharmonie.wikispaces.com/Regul%C3%A4re%20Temperaturen"&gt;Einführungsartikel reguläre Temperaturen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
English: [[:en:Catakleismic|Catakleismic]]
&lt;br /&gt;
 
Die Familie der &lt;strong&gt;kleismischen Temperaturen&lt;/strong&gt; ist definiert über das Austemperieren des &lt;a class="wiki_link_ext" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kleisma" rel="nofollow"&gt;Kleismas&lt;/a&gt;. Dies ist das Intervall mit dem Frequenzverhältnis 15'625/15'552 (8.107 Cents) und tritt auf als Differenz zwischen 6 reinen kleinen Terzen (6/5) und einer reinen Duodezime (3/1).&lt;br /&gt;
Eine gute, '''Katakleismisch''' genannte Erweiterung auf 7-[[p-Limit|Limit]] ergibt sich durch Austemperieren des [[225/224|septimalen Kleismas 225/224]]. Dadurch wird auch der Unterschied zwischen dem reinen chromatischen Halbton 25/24 und dem Intervall 28/27 austemperiert, in der natürlichen Erweiterung auf Primzahl 13 sind also die temperierten Versionen von 25/24, 26/25, 27/26 und 28/27 dasselbe Intervall.
&lt;br /&gt;
 
Generator ist entsprechend eine kleine Terz, welche etwas hochtemperiert wird. 5 solche kleine Terzen bilden dann oktavreduziert eine grosse Terz, welche typischerweise etwas kleiner ist als die reine (5/4).&lt;br /&gt;
== Weitere Varianten ==
Die einfachste Variante der kleismischen Temperaturen, definiert auf dem dreidimensionalen 5-&lt;a class="wiki_link" href="/Limit"&gt;Limit&lt;/a&gt;-&lt;a class="wiki_link" href="/Intervallraum"&gt;Intervallraum&lt;/a&gt;, heisst &lt;strong&gt;Hanson&lt;/strong&gt;, benannt nach Larry A. Hanson &lt;!-- ws:start:WikiTextRefRule:1:&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Larry A. Hanson, &amp;lt;a class=&amp;quot;wiki_link_ext&amp;quot; href=&amp;quot;http://anaphoria.com/hanson.PDF&amp;quot; rel=&amp;quot;nofollow&amp;quot;&amp;gt;Development of a 53-Tone Keyboard Layout&amp;lt;/a&amp;gt;, Xenharmonikon XII, 1989&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; --&gt;&lt;sup id="cite_ref-1" class="reference"&gt;&lt;a href="#cite_note-1"&gt;[1]&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;!-- ws:end:WikiTextRefRule:1 --&gt; . Sie ist besonders gut in &lt;a class="wiki_link" href="/53edo"&gt;53edo&lt;/a&gt; repräsentiert. Durch Hinzunahme von zusätzlichen Obertönen und zusätzlichen Kommas ergeben sich diverse Varianten, siehe hierzu den Artikel im &lt;a class="wiki_link" href="http://xenharmonic.wikispaces.com/Kleismic%20family"&gt;englischen Xenharmonic Wiki&lt;/a&gt; .&lt;br /&gt;
Durch andere Kommas und Hinzunahme von zusätzlichen Obertönen ergeben sich diverse weitere Varianten, siehe hierzu den Artikel im [[:en:Kleismic_family|englischen Xenharmonic Wiki]] .
&lt;br /&gt;
 
&lt;a class="wiki_link" href="/Gleichstufige%20Tonsysteme"&gt;Gleichstufige&lt;/a&gt; Systeme, welche Hanson unterstützen, sind neben &lt;a class="wiki_link" href="/53edo"&gt;53edo&lt;/a&gt; unter anderem &lt;a class="wiki_link" href="/19edo"&gt;19edo&lt;/a&gt; (&lt;a class="wiki_link" href="/mittelt%C3%B6nig"&gt;mitteltönig&lt;/a&gt;), &lt;a class="wiki_link" href="/34edo"&gt;34edo&lt;/a&gt;, &lt;a class="wiki_link" href="/72edo"&gt;72edo&lt;/a&gt;, mit Einschränkungen &lt;a class="wiki_link" href="/15edo"&gt;15edo&lt;/a&gt; (alle nicht-mitteltönig).&lt;br /&gt;
= MOS-Skalen =
&lt;br /&gt;
English: [[:en:Kleismic_MOSes|Kleismic MOSes]]
&lt;!-- ws:start:WikiTextHeadingRule:2:&amp;lt;h1&amp;gt; --&gt;&lt;h1 id="toc0"&gt;&lt;a name="Referenzen"&gt;&lt;/a&gt;&lt;!-- ws:end:WikiTextHeadingRule:2 --&gt;Referenzen&lt;/h1&gt;
 
&lt;!-- ws:start:WikiTextReferencesRule:33:&amp;amp;lt;references /&amp;amp;gt; --&gt;&lt;ol class="references"&gt;
Die Hanson-Temperatur verfügt über folgende [[MOS-Skalen]]: eine siebentönige der Form 4L 3s (4 grosse, 3 kleine Intervalle), eine elftönige der Form 4L 7s (4 grosse, 7 kleine Intervalle), ferner noch solche mit 15 und 19 Tönen.
&lt;li id="cite_note-1"&gt;&lt;a href="#cite_ref-1"&gt;^&lt;/a&gt; Larry A. Hanson, &lt;a class="wiki_link_ext" href="http://anaphoria.com/hanson.PDF" rel="nofollow"&gt;Development of a 53-Tone Keyboard Layout&lt;/a&gt;, Xenharmonikon XII, 1989&lt;/li&gt;
 
&lt;/ol&gt;&lt;!-- ws:end:WikiTextReferencesRule:33 --&gt;&lt;/body&gt;&lt;/html&gt;</pre></div>
Schon die siebentönige Skala enthält vertraute Dur- und Moll-Dreiklänge; die Melodieschritte sind jedoch sehr verschieden von denen der Standardstimmung:  das kleine Intervall ist der ziemlich kleine chromatische Halbton bzw. Drittelton, während das grosse fast einer Terz gleicht.
 
Der grosse Ganzton 9/8, mit der für kleismische Temperaturen charakteristischen Teilung in drei gleiche Intervalle, wird nach zwei Quinten, also 12 Generatorschritten erreicht, er ist also erst in der fünfzehntönigen MOS-Skala enthalten.
 
 
[[Datei:Kleismic7.mp3]]
 
Siebentönige kleismische Skala, 246-EDO-Stimmung
 
 
[[Datei:Kleismic11.mp3]]
 
Elftönige kleismische Skala, 246-EDO-Stimmung
 
 
[[Datei:Cata15.mp3]]
 
Fünfzehntönige kleismische Skala, 246-EDO-Stimmung
 
= Referenzen =
<ol><li>[[#cite_ref-1|^]] Larry A. Hanson, [https://www.anaphoria.com/hanson.pdf Development of a 53-Tone Keyboard Layout], Xenharmonikon XII, 1989</li></ol>  [[Category:Temperament]]
[[Category:Temperatur]]