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Wenn man Skalen nur durch deren Intervallstruktur definiert (i.e. die Beziehungen der Töne zueinander), so spielen vor allem zwei Aspekte eine Rolle:
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<h4>Original Wikitext content:</h4>
<div style="width:100%; max-height:400pt; overflow:auto; background-color:#f8f9fa; border: 1px solid #eaecf0; padding:0em"><pre style="margin:0px;border:none;background:none;word-wrap:break-word;white-space: pre-wrap ! important" class="old-revision-html">Wenn man Skalen nur durch deren Intervallstruktur definiert (i.e. die Beziehungen der Töne zueinander), so spielen vor allem zwei Aspekte eine Rolle:
* harmonische Eigenschaften
* melodische und strukturelle Eigenschaften


Ein guter Startpunkt für den ersten Aspekt ist das Thema [[Konsonanz]] / [[Dissonanz]], welches in der Regel mit der [[Obertonreihe]], einfachen wahrgenommenen Frequenzverhältnissen, und Kombinationstönen assoziiert wird, und somit stark mit [[Reine Stimmungen|reinen Stimmungssystemen]] zusammenhängt.
<ul><li>harmonische Eigenschaften</li><li>melodische und strukturelle Eigenschaften</li></ul>


Ein guter Startpunkt für den zweiten Aspekt sind reguläre Stimmungen, also Skalen oder Stimmungen, die man durch Stapelung von einem oder mehreren sog. Generatoren erzeugen kann. Dabei sind Rang-1 reguläre Stimmungen einfach gleichstufige Stimmungen. prominente Beispiele für Rang-2 reguläre Stimmungen (auch lineare Stimmungen genannt) sind die pythagoräische Stimmung, oder die diversen mitteltönigen Stimmungen. Spezialfälle von linearen Stimmungen sind [[MOS-Skalen]], die sich bei einer bestimmten Zahl von Tönen ergeben. Konzepte, die ähnlich zur Idee hinter [[MOS-Skalen]] sind, oder mögliche Erweiterungen darstellen sind z.B. [[Erv Wilson|Erv Wilsons]] "constant structures", Fokkersche periodische Blöcke, oder "max-variety-n" Skalen.
Ein guter Startpunkt für den ersten Aspekt ist das Thema [[Konsonanz|Konsonanz]] / [[Dissonanz|Dissonanz]], welches in der Regel mit der [[Obertonreihe|Obertonreihe]], einfachen wahrgenommenen Frequenzverhältnissen, und Kombinationstönen assoziiert wird, und somit stark mit [[Reine_Stimmungen|reinen Stimmungssystemen]] zusammenhängt.
Auf eine gewisse Art besitzt auch die [[Obertonreihe]] eine simple Struktur, da alle (harmonischen) Obertöne ganzzahlige Vielfache einer Grundfrequenz sind, sowie die Untertonreihe, die sich aus einer arithmetischen Teilung von Saitenlängen, oder der Spiegelung der Obertonreihe ableiten lässt. Auf Intervallebene dagegen handelt es sich um komplexe Strukturen, da jedes Intervall zwischen benachbarten Tönen unterschiedlich ist.


Eine Verknüpfung beider Aspekte ist über das Prinzip von Temperierungen möglich. Ein bekanntes Beispiel ist die mitteltönige Temperatur, bei der jeder Ton der 5-Limit reinen Stimmung mit einem eindeutigen Ton einer beliebigen mitteltönigen Stimmung assoziiert ist. Umgekehrt jedoch lässt sich jeder Ton einer mitteltönigen Stimmung mit unterschiedlichen Tönen der reinen Stimmung assoziieren, nämlich mit Tönen, die sich um das syntonische Komma 81:80 unterscheiden; man spricht in diesem Fall davon, dass in der mitteltönigen Temperatur 81:80 austemperiert wird.
Ein guter Startpunkt für den zweiten Aspekt sind reguläre Stimmungen, also Skalen oder Stimmungen, die man durch Stapelung von einem oder mehreren sog. Generatoren erzeugen kann. Rang-1 reguläre Stimmungen sind Generatorketten, bei unendlich vielen Tönen erhält man [[Gleichstufige_Tonsysteme|gleichstufige Tonsysteme]]. Prominente Beispiele für Rang-2 reguläre Stimmungen (auch lineare Stimmungen genannt) sind die [[pythagoräisch|pythagoräische]] Stimmung, oder die diversen [[mitteltönig|mitteltönigen]] Stimmungen. Spezialfälle von linearen Stimmungen sind [[MOS-Skalen|MOS-Skalen]], die sich bei einer bestimmten Zahl von Tönen ergeben. Konzepte, die ähnlich zur Idee hinter [[MOS-Skalen|MOS-Skalen]] sind, oder mögliche Erweiterungen darstellen sind z.B. [[Erv_Wilson|Erv Wilsons]] "constant structures", Fokkersche periodische Blöcke, oder "max-variety-n" Skalen.
Eine Verallgemeinerung dieses Prinzips lässt sich über [[Reguläre temperierte Tonsysteme|reguläre Temperaturen]] realisieren, welche die Töne einer Untergruppe der reinen Stimmung auf die Töne regulärer Stimmungen abbilden, und sich neben dieser Abbildung auch durch eine geeignete Menge austemperierter Kommas beschreiben lässt. Auch eine weitere Verallgemeinerung des Konzepts auf irreguläre Stimmungen ist prinzipiell möglich.</pre></div>
 
<h4>Original HTML content:</h4>
Auf eine gewisse Art besitzt auch die [[Obertonreihe|Obertonreihe]] eine simple Struktur, da alle (harmonischen) Obertöne ganzzahlige Vielfache einer Grundfrequenz sind, sowie die Untertonreihe, die sich aus einer arithmetischen Teilung von Saitenlängen, oder der Spiegelung der Obertonreihe ableiten lässt. Auf Intervallebene dagegen handelt es sich um komplexe Strukturen, da jedes Intervall zwischen benachbarten Tönen unterschiedlich ist.
<div style="width:100%; max-height:400pt; overflow:auto; background-color:#f8f9fa; border: 1px solid #eaecf0; padding:0em"><pre style="margin:0px;border:none;background:none;word-wrap:break-word;width:200%;white-space: pre-wrap ! important" class="old-revision-html">&lt;html&gt;&lt;head&gt;&lt;title&gt;Orientierung&lt;/title&gt;&lt;/head&gt;&lt;body&gt;Wenn man Skalen nur durch deren Intervallstruktur definiert (i.e. die Beziehungen der Töne zueinander), so spielen vor allem zwei Aspekte eine Rolle:&lt;br /&gt;
 
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;harmonische Eigenschaften&lt;/li&gt;&lt;li&gt;melodische und strukturelle Eigenschaften&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
Eine Verknüpfung beider Aspekte ist über das Prinzip von Temperierungen möglich. Über [[Reguläre_temperierte_Tonsysteme|reguläre Temperaturen]] können die Intervalle einer regulären Stimmung als Intervalle einer spezifizierten Untergruppe der [[Reine_Stimmungen|reinen Stimmung]] interpretiert werden. Auch eine weitere Verallgemeinerung des Konzepts auf irreguläre Stimmungen ist prinzipiell möglich. [[Category:about]]
Ein guter Startpunkt für den ersten Aspekt ist das Thema &lt;a class="wiki_link" href="/Konsonanz"&gt;Konsonanz&lt;/a&gt; / &lt;a class="wiki_link" href="/Dissonanz"&gt;Dissonanz&lt;/a&gt;, welches in der Regel mit der &lt;a class="wiki_link" href="/Obertonreihe"&gt;Obertonreihe&lt;/a&gt;, einfachen wahrgenommenen Frequenzverhältnissen, und Kombinationstönen assoziiert wird, und somit stark mit &lt;a class="wiki_link" href="/Reine%20Stimmungen"&gt;reinen Stimmungssystemen&lt;/a&gt; zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein guter Startpunkt für den zweiten Aspekt sind reguläre Stimmungen, also Skalen oder Stimmungen, die man durch Stapelung von einem oder mehreren sog. Generatoren erzeugen kann. Dabei sind Rang-1 reguläre Stimmungen einfach gleichstufige Stimmungen. prominente Beispiele für Rang-2 reguläre Stimmungen (auch lineare Stimmungen genannt) sind die pythagoräische Stimmung, oder die diversen mitteltönigen Stimmungen. Spezialfälle von linearen Stimmungen sind &lt;a class="wiki_link" href="/MOS-Skalen"&gt;MOS-Skalen&lt;/a&gt;, die sich bei einer bestimmten Zahl von Tönen ergeben. Konzepte, die ähnlich zur Idee hinter &lt;a class="wiki_link" href="/MOS-Skalen"&gt;MOS-Skalen&lt;/a&gt; sind, oder mögliche Erweiterungen darstellen sind z.B. &lt;a class="wiki_link" href="/Erv%20Wilson"&gt;Erv Wilsons&lt;/a&gt; &amp;quot;constant structures&amp;quot;, Fokkersche periodische Blöcke, oder &amp;quot;max-variety-n&amp;quot; Skalen.&lt;br /&gt;
Auf eine gewisse Art besitzt auch die &lt;a class="wiki_link" href="/Obertonreihe"&gt;Obertonreihe&lt;/a&gt; eine simple Struktur, da alle (harmonischen) Obertöne ganzzahlige Vielfache einer Grundfrequenz sind, sowie die Untertonreihe, die sich aus einer arithmetischen Teilung von Saitenlängen, oder der Spiegelung der Obertonreihe ableiten lässt. Auf Intervallebene dagegen handelt es sich um komplexe Strukturen, da jedes Intervall zwischen benachbarten Tönen unterschiedlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Verknüpfung beider Aspekte ist über das Prinzip von Temperierungen möglich. Ein bekanntes Beispiel ist die mitteltönige Temperatur, bei der jeder Ton der 5-Limit reinen Stimmung mit einem eindeutigen Ton einer beliebigen mitteltönigen Stimmung assoziiert ist. Umgekehrt jedoch lässt sich jeder Ton einer mitteltönigen Stimmung mit unterschiedlichen Tönen der reinen Stimmung assoziieren, nämlich mit Tönen, die sich um das syntonische Komma 81:80 unterscheiden; man spricht in diesem Fall davon, dass in der mitteltönigen Temperatur 81:80 austemperiert wird.&lt;br /&gt;
Eine Verallgemeinerung dieses Prinzips lässt sich über &lt;a class="wiki_link" href="/Regul%C3%A4re%20temperierte%20Tonsysteme"&gt;reguläre Temperaturen&lt;/a&gt; realisieren, welche die Töne einer Untergruppe der reinen Stimmung auf die Töne regulärer Stimmungen abbilden, und sich neben dieser Abbildung auch durch eine geeignete Menge austemperierter Kommas beschreiben lässt. Auch eine weitere Verallgemeinerung des Konzepts auf irreguläre Stimmungen ist prinzipiell möglich.&lt;/body&gt;&lt;/html&gt;</pre></div>