Einführungsartikel reguläre Temperaturen

Definition, Kommas

Die slendrische Temperatur entsteht durch Austemperieren des Kommas 1029/1024 auf dem Intervallraum zu den Primzahlen 2, 3 und 7 - d. h. ohne die 5. Sie bietet dementsprechend gute Unterstützung für eine Reihe 7-Limit- Intervalle, jedoch keine so gute für die in der europäischen Musik wichtige reine grosse Terz 5/4.

Generator ist ein leicht hochtemperierte übergrosse Sekunde 8/7. Drei Generatorschritte führen zu einer Approximation der Quinte (die Teilung der Quinte in drei gleiche Teile ist das Merkmal der slendrischen Temperatur).

MOS-Skalen

An MOS-Skalen gibt es eine mit 5 Tönen der Form 1L 5s (ein grosses und 4 kleine Intervalle) sowie eine sechstönige der Form 5L 1s (5 grosse und ein kleines Intervall). Daneben gibt es noch eine mit 11 Tönen, die allerdings nicht Rothenberg-proper ist.

Die fünftönige MOS-Skala mit ihren vier gleich grossen Tönen hat grosse Ähnlichkeit mit einer völlig gleichförmigen fünftönigen Skala (d. h. 5-EDO). Sie ähnelt auch den traditionellen Slendro-Skalen in der indonesischen Gamelan-Musik, von denen sich der Name der Temperatur ableitet.

Die fünfköpfige slendrische Skala kann auch als Akkord gehört werden, genannt slendrischer Fünfklang (Englisch: slendric pentad).

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Gleichstufige Realisierungen

Gleichstufige Tonsysteme welche die slendrische Temperatur unterstützen, sind unter anderem 21-EDO, 26-EDO, 31-EDO, 36-EDO, als Grenzfall auch 5-EDO.