Sagittalnotation: Unterschied zwischen den Versionen

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Für Töne in reinen Stimmungen gilt dabei, dass die traditionelle Notation ohne Zusatzzeichen für [[pythagoräisch|pythagoräische]] Intervalle gelten. Dies liegt nahe, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die diatonische Skala, auf die die traditionellen Notenschrift ausgerichtet ist, aus Quintenschichtungen aufgebaut, also pythagoräischen Ursprung ist.
Für Töne in reinen Stimmungen gilt dabei, dass die traditionelle Notation ohne Zusatzzeichen für [[pythagoräisch|pythagoräische]] Intervalle gelten. Dies liegt nahe, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die diatonische Skala, auf die die traditionellen Notenschrift ausgerichtet ist, aus Quintenschichtungen aufgebaut, also pythagoräischen Ursprung ist.


Die traditionellen Vorzeichen # und b haben in Sagittalnotation entsprechend ihre Bedeutung auch gemäß der pythagoräischen Stimmung: Sir erhoben bzw. verringern die entsprechende Note um einen pythagoräischen chromatischen Halbton (auch Apotom genannt; ein "grosser Halbton" von etwa 114 Cent).
Die traditionellen Vorzeichen # und b haben in Sagittalnotation entsprechend ihre Bedeutung auch gemäß der pythagoräischen Stimmung: Sie erhöhen bzw. verringern die entsprechende Note um einen pythagoräischen chromatischen Halbton (auch Apotom genannt; ein "grosser Halbton" von etwa 114 Cent).


Für Töne in reinen Stimmungen höherer [[Limit|Limits]] werden dann neue Symbole benötigt. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Intervalle, für die die Symbole stehen. Diese sind hier natürlich alle in reiner Stimmung definiert, und es sind hauptsächlich [[Komma|Kommas]].
Für Töne in reinen Stimmungen höherer [[Limit|Limits]] werden dann neue Symbole benötigt. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Intervalle, für die die Symbole stehen. Diese sind hier natürlich alle in reiner Stimmung definiert, und es sind hauptsächlich [[Komma|Kommas]].
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Es gibt 2 Varianten der Sagittalnotation:
Es gibt 2 Varianten der Sagittalnotation:


Die "gemischt-sagittale" Variante verwendet auch die traditionellen Symbole # und b, die bei Bedarf mit Kommasymbolen kombiniert werden. Das hat den Vorteil eines vertrautes Notenbildes, jedoch den Nachteil, dass öfters mehrere Zeichen vor einer Note stehen, was mehr Platz benötigt und bei komplexeren Akkorden zu Unübersichtlichkeit führen kann.
Die "**gemischt-sagittale**" Variante verwendet auch die traditionellen Symbole # und b, die bei Bedarf mit Kommasymbolen kombiniert werden. Das hat den Vorteil eines vertrautes Notenbildes, jedoch den Nachteil, dass öfters mehrere Zeichen vor einer Note stehen, was mehr Platz benötigt und bei komplexeren Akkorden zu Unübersichtlichkeit führen kann.


Demgegenüber verfolgt die "pur-sagittale" Notation die Phiolosophie, möglichst nur ein Symbol pro Note zu benötigen. Anstelle von Symbolkombinationen werden zusätzliche Symbole verwendet, und auch # und b sind durch Neukreationen ersetzt.
Demgegenüber verfolgt die "**pur-sagittale**" Notation die Philosophie, möglichst nur ein Symbol pro Note zu benötigen. Anstelle von Symbolkombinationen werden zusätzliche Symbole verwendet, und auch # und b sind durch Neukreationen ersetzt. Das führt zu potentiell grösserer Klarheit und Konsistenz, doch andererseits natürlich zu mehr Symbolen und allgemein einem etwas gewöhnungsbedürftigeren Notenbild.


[todo]
Das Notenbeispiel am Anfang dieser Seite illustriert die Unterschiede zwischen purer und gemischter Sagittalnotation, indem es dieselbe Passage in beiden Varianten zeigt.


Das Notenbeispiel am Anfang dieser Seite zeigt illustriert die Unterschiede ezwischen purer und gemischter Sagittalnotation, indem es dieselbe Passage in beiden Varianten zeigt.
=Anwendung für gleichstufige Tonsysteme=
Ein besonderer Clou der Sagittalnotation ist, dass sie nicht nur für reine, sondern auch für gleichstufige Tonsysteme konzipiert wurde,


=Anwendung für gleichstufige Tonsysteme=
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Für Töne in reinen Stimmungen gilt dabei, dass die traditionelle Notation ohne Zusatzzeichen für &lt;a class="wiki_link" href="/pythagor%C3%A4isch"&gt;pythagoräische&lt;/a&gt; Intervalle gelten. Dies liegt nahe, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die diatonische Skala, auf die die traditionellen Notenschrift ausgerichtet ist, aus Quintenschichtungen aufgebaut, also pythagoräischen Ursprung ist.&lt;br /&gt;
Für Töne in reinen Stimmungen gilt dabei, dass die traditionelle Notation ohne Zusatzzeichen für &lt;a class="wiki_link" href="/pythagor%C3%A4isch"&gt;pythagoräische&lt;/a&gt; Intervalle gelten. Dies liegt nahe, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die diatonische Skala, auf die die traditionellen Notenschrift ausgerichtet ist, aus Quintenschichtungen aufgebaut, also pythagoräischen Ursprung ist.&lt;br /&gt;
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Die traditionellen Vorzeichen # und b haben in Sagittalnotation entsprechend ihre Bedeutung auch gemäß der pythagoräischen Stimmung: Sir erhoben bzw. verringern die entsprechende Note um einen pythagoräischen chromatischen Halbton (auch Apotom genannt; ein &amp;quot;grosser Halbton&amp;quot; von etwa 114 Cent).&lt;br /&gt;
Die traditionellen Vorzeichen # und b haben in Sagittalnotation entsprechend ihre Bedeutung auch gemäß der pythagoräischen Stimmung: Sie erhöhen bzw. verringern die entsprechende Note um einen pythagoräischen chromatischen Halbton (auch Apotom genannt; ein &amp;quot;grosser Halbton&amp;quot; von etwa 114 Cent).&lt;br /&gt;
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Für Töne in reinen Stimmungen höherer &lt;a class="wiki_link" href="/Limit"&gt;Limits&lt;/a&gt; werden dann neue Symbole benötigt. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Intervalle, für die die Symbole stehen. Diese sind hier natürlich alle in reiner Stimmung definiert, und es sind hauptsächlich &lt;a class="wiki_link" href="/Komma"&gt;Kommas&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Für Töne in reinen Stimmungen höherer &lt;a class="wiki_link" href="/Limit"&gt;Limits&lt;/a&gt; werden dann neue Symbole benötigt. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Intervalle, für die die Symbole stehen. Diese sind hier natürlich alle in reiner Stimmung definiert, und es sind hauptsächlich &lt;a class="wiki_link" href="/Komma"&gt;Kommas&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
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  Es gibt 2 Varianten der Sagittalnotation:&lt;br /&gt;
  Es gibt 2 Varianten der Sagittalnotation:&lt;br /&gt;
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Die &amp;quot;gemischt-sagittale&amp;quot; Variante verwendet auch die traditionellen Symbole # und b, die bei Bedarf mit Kommasymbolen kombiniert werden. Das hat den Vorteil eines vertrautes Notenbildes, jedoch den Nachteil, dass öfters mehrere Zeichen vor einer Note stehen, was mehr Platz benötigt und bei komplexeren Akkorden zu Unübersichtlichkeit führen kann.&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;&lt;strong&gt;gemischt-sagittale&lt;/strong&gt;&amp;quot; Variante verwendet auch die traditionellen Symbole # und b, die bei Bedarf mit Kommasymbolen kombiniert werden. Das hat den Vorteil eines vertrautes Notenbildes, jedoch den Nachteil, dass öfters mehrere Zeichen vor einer Note stehen, was mehr Platz benötigt und bei komplexeren Akkorden zu Unübersichtlichkeit führen kann.&lt;br /&gt;
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Demgegenüber verfolgt die &amp;quot;pur-sagittale&amp;quot; Notation die Phiolosophie, möglichst nur ein Symbol pro Note zu benötigen. Anstelle von Symbolkombinationen werden zusätzliche Symbole verwendet, und auch # und b sind durch Neukreationen ersetzt.&lt;br /&gt;
Demgegenüber verfolgt die &amp;quot;&lt;strong&gt;pur-sagittale&lt;/strong&gt;&amp;quot; Notation die Philosophie, möglichst nur ein Symbol pro Note zu benötigen. Anstelle von Symbolkombinationen werden zusätzliche Symbole verwendet, und auch # und b sind durch Neukreationen ersetzt. Das führt zu potentiell grösserer Klarheit und Konsistenz, doch andererseits natürlich zu mehr Symbolen und allgemein einem etwas gewöhnungsbedürftigeren Notenbild.&lt;br /&gt;
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Das Notenbeispiel am Anfang dieser Seite illustriert die Unterschiede zwischen purer und gemischter Sagittalnotation, indem es dieselbe Passage in beiden Varianten zeigt.&lt;br /&gt;
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Das Notenbeispiel am Anfang dieser Seite zeigt illustriert die Unterschiede ezwischen purer und gemischter Sagittalnotation, indem es dieselbe Passage in beiden Varianten zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;!-- ws:start:WikiTextHeadingRule:4:&amp;lt;h1&amp;gt; --&gt;&lt;h1 id="toc2"&gt;&lt;a name="Anwendung für gleichstufige Tonsysteme"&gt;&lt;/a&gt;&lt;!-- ws:end:WikiTextHeadingRule:4 --&gt;Anwendung für gleichstufige Tonsysteme&lt;/h1&gt;
Ein besonderer Clou der Sagittalnotation ist, dass sie nicht nur für reine, sondern auch für gleichstufige Tonsysteme konzipiert wurde,&lt;br /&gt;
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