Eine Untergruppe der reinen Stimmung baut man durch Aufeinanderschichtung (von endlich vielen Kopien) von Elementen (Erzeugenden bzw. Basiselementen) aus einer gewählten Menge (die ein Erzeugendensystem oder eine Basis heißt) aus reinen Intervallen. Zum Beispiel:

  • Die 2.3.7-Untergruppe besteht aus allen reinen Intervallen, die durch Aufeinanderschichtung (aufwärts oder abwärts) von 2/1 (Oktave), 3/1 (reine Quinte + Oktave) und 7/1 (Naturseptime + zwei Oktaven) erreichen lassen — das Verhältnis 7/6 gehört daher zur 2.3.7-Untergruppe, denn es zerlegt sich in Primfaktoren 2, 3 und 7, nämlich 7/6 = 7 / (2 * 3).
  • Die 2.7/3.11/3-Untergruppe baut man auf ähnliche Weise aus Erzeugenden 2/1, 7/3 und 11/3. Beispielsweise gehört 14/11 (417,5 Cent) = (7/3) / (11/3) * (2/1) zu dieser Untergruppe.

p-Limit für eine Primzahl p ist eine Untergruppe der reinen Stimmung, dieser Begriff bezieht sich aber auf analogen Strukturen, deren Basen nicht notwendigerweise alle Primzahlen bis p enthalten.

Reguläre Temperaturen vereinfachen durch Austemperieren von Kommata die Struktur einer solchen Untergruppe und vermindern auch deren Rang (Dimensionalität), sodass wenigere Erzeugenden notwendig sind, um ein beliebiges Intervall in der Temperatur zu erreichen.

Mathematisch betracht ist eine Untergruppe der reinen Stimmung eine Gruppe, genauer gesagt eine freie abelsche Gruppe (äquivalent ein [math]\displaystyle{ \mathbb{Z} }[/math]-Modul), die in der Lehre der regulären Temperaturen mithilfe der linearen Algebra untersucht wird.

Siehe auch