Schismatische Temperaturen
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English: [[xenharmonic/Schismatic family]] [[xenharmonie/Reguläre Temperaturen|Einführungsartikel reguläre Temperaturen]] Eine schismatische Temeperatur ist dadurch definiert, dass sie das [[32805_32768|Schisma]] austemperiert. Dieses ist der Unterschied zwischen dem [[531441_524288|pythagoräischen]] und dem [[Syntonisches Komma|syntonischen Komma]]. Angesichts des Umstands, dass die beiden Kommas beinahe identisch sind (das Schisma ist weniger als 2 Cents gross), liegt diese Idee einigermassen nahe. Generator ist, wie bei einer [[mitteltönig|mitteltönigen]] Temperatur, eine Quinte, allerdings im Vergleich zu ersterer nur minimal herabtemperiert (oder sogar ganz rein). Zwölf Quintenschritte führen oktavbereinigt zur Approximation eines syntonischen Kommas. Das Komma selbst wird nicht austemperiert; dementsprechend werden [[Naturterz|reine grosse Terz]] und [[81_64|pythagoräische grosse Terz]] unterschieden. Die pythagoräische grosse Terz erreicht man gemäss pythagoräischem Standard durch Übereinanderschichten von 4 Quinten, die reine grosse Terz von dort aus 12 Quinten abwärts, also 8 Quintenschritte unterhalb der Prim. In Noten nach pythagoräscher Logik (die sich hier auf natürliche Weise anbietet) wird eine reine grosse Terz über dem C etwas gewöhnungsbedürftig als Fes (Fb) notiert. Schismatische Temperaturen zeichnen sich aus durch hohe Reinheit der wichtigen Intervalle (Quinten und Terzen) mit der besonderen Eigenschaft, dass die grosse Terz sowohl in einer reinen wie in einer pythagoräischer Variante zur Verfügung steht. Sie benötigen andererseits in der Regel eine grössere Anzahl Töne. Ein gutes [[Gleichstufige Tonsysteme|gleichstufiges]] System, das eine Unterstützung bietet, ist [[53edo]], dessen Grundintervall gerade zwischen syntonischem und pythagoräischem Komma liegt. Kleinere mögliche gleichstufige Systeme, die man dazuzählen kann, sind [[41edo]] und [[29edo]]. Die Standardstimmung [[12edo]] kann als Grenzfall (wo sowohl pathagoräisches als auch syntonische Komma mit der Prim zusammenfallen) dazugezählt werden. ==Varianten== Völlig reine Naturterzen erhält man, wenn die Temperierung der Quinte ein Achtel des Schismas beträgt. Diese Temperatur, sozusagen "Achtelkomma-schismatisch" oder "achtelschismatisch", geht auf Hermann von Helmholtz und den norwegischen Komponisten Eivind Groven zurück. Es ist für sie deshalb auch der Name **Helmholtz** gebräuchlich. Eine bekannte Variante auf dem vierdimensionalen 4-Limit-Intervallraum heisst **Garibaldi**, benannt nach Edoardo Sabat-Garibaldi, erhältlich durch zusätzliches Austemperieren des [[225_224|septimalen Kleismas (225/224)]]. Die [[Naturseptime|Naturseptime 7/4]] wird dabei durch Aufeinanderschichten von 15 Generatorschritten erreicht. Durch Verwendung von alternativen Kommas und/oder Hinzunahme von zusätzlichen Obertönen und Kommas ergeben sich weitere Varianten, siehe hierzu den Artikel im [[xenharmonic/Schismatic family|englischen Xenharmonic Wiki]] .
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<html><head><title>Schismatische Temperaturen</title></head><body>English: <a class="wiki_link" href="http://xenharmonic.wikispaces.com/Schismatic%20family">xenharmonic/Schismatic family</a><br /> <br /> <a class="wiki_link" href="http://xenharmonie.wikispaces.com/Regul%C3%A4re%20Temperaturen">Einführungsartikel reguläre Temperaturen</a><br /> <br /> Eine schismatische Temeperatur ist dadurch definiert, dass sie das <a class="wiki_link" href="/32805_32768">Schisma</a> austemperiert. Dieses ist der Unterschied zwischen dem <a class="wiki_link" href="/531441_524288">pythagoräischen</a> und dem <a class="wiki_link" href="/Syntonisches%20Komma">syntonischen Komma</a>. Angesichts des Umstands, dass die beiden Kommas beinahe identisch sind (das Schisma ist weniger als 2 Cents gross), liegt diese Idee einigermassen nahe.<br /> <br /> Generator ist, wie bei einer <a class="wiki_link" href="/mittelt%C3%B6nig">mitteltönigen</a> Temperatur, eine Quinte, allerdings im Vergleich zu ersterer nur minimal herabtemperiert (oder sogar ganz rein). Zwölf Quintenschritte führen oktavbereinigt zur Approximation eines syntonischen Kommas. Das Komma selbst wird nicht austemperiert; dementsprechend werden <a class="wiki_link" href="/Naturterz">reine grosse Terz</a> und <a class="wiki_link" href="/81_64">pythagoräische grosse Terz</a> unterschieden. Die pythagoräische grosse Terz erreicht man gemäss pythagoräischem Standard durch Übereinanderschichten von 4 Quinten, die reine grosse Terz von dort aus 12 Quinten abwärts, also 8 Quintenschritte unterhalb der Prim. In Noten nach pythagoräscher Logik (die sich hier auf natürliche Weise anbietet) wird eine reine grosse Terz über dem C etwas gewöhnungsbedürftig als Fes (Fb) notiert.<br /> <br /> Schismatische Temperaturen zeichnen sich aus durch hohe Reinheit der wichtigen Intervalle (Quinten und Terzen) mit der besonderen Eigenschaft, dass die grosse Terz sowohl in einer reinen wie in einer pythagoräischer Variante zur Verfügung steht. Sie benötigen andererseits in der Regel eine grössere Anzahl Töne. Ein gutes <a class="wiki_link" href="/Gleichstufige%20Tonsysteme">gleichstufiges</a> System, das eine Unterstützung bietet, ist <a class="wiki_link" href="/53edo">53edo</a>, dessen Grundintervall gerade zwischen syntonischem und pythagoräischem Komma liegt. Kleinere mögliche gleichstufige Systeme, die man dazuzählen kann, sind <a class="wiki_link" href="/41edo">41edo</a> und <a class="wiki_link" href="/29edo">29edo</a>. Die Standardstimmung <a class="wiki_link" href="/12edo">12edo</a> kann als Grenzfall (wo sowohl pathagoräisches als auch syntonische Komma mit der Prim zusammenfallen) dazugezählt werden.<br /> <br /> <!-- ws:start:WikiTextHeadingRule:0:<h2> --><h2 id="toc0"><a name="x-Varianten"></a><!-- ws:end:WikiTextHeadingRule:0 -->Varianten</h2> Völlig reine Naturterzen erhält man, wenn die Temperierung der Quinte ein Achtel des Schismas beträgt. Diese Temperatur, sozusagen "Achtelkomma-schismatisch" oder "achtelschismatisch", geht auf Hermann von Helmholtz und den norwegischen Komponisten Eivind Groven zurück. Es ist für sie deshalb auch der Name <strong>Helmholtz</strong> gebräuchlich.<br /> <br /> Eine bekannte Variante auf dem vierdimensionalen 4-Limit-Intervallraum heisst <strong>Garibaldi</strong>, benannt nach Edoardo Sabat-Garibaldi, erhältlich durch zusätzliches Austemperieren des <a class="wiki_link" href="/225_224">septimalen Kleismas (225/224)</a>. Die <a class="wiki_link" href="/Naturseptime">Naturseptime 7/4</a> wird dabei durch Aufeinanderschichten von 15 Generatorschritten erreicht.<br /> <br /> Durch Verwendung von alternativen Kommas und/oder Hinzunahme von zusätzlichen Obertönen und Kommas ergeben sich weitere Varianten, siehe hierzu den Artikel im <a class="wiki_link" href="http://xenharmonic.wikispaces.com/Schismatic%20family">englischen Xenharmonic Wiki</a> .</body></html>