100/99

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Original Wikitext content:

<span style="display: block; text-align: right;">[[xenharmonic/100_99|English]]
</span>
Das Intervall 100/99, 17.399 Cent gross und manchmal **Ptolemäus-Komma** genannt, ist der Unterschied zwischen den Intervallen, die zwischen dem zehnten und dem elften Oberton auftreten, also zwischen dem "kleinen Ganzton" 10/9 und der "grossen neutralen Sekunde" 11/10.

Das Austemperieren dieses Intervalls als Komma führt zu einem Intervall mit einer Art Doppelnatur, sowohl als grosse wie als neutrale Sekunde hörbar. Ein Beispiel ist [[Porcupine#11-Limit-Porcupine|11-Limit-Porcupine]].

Die Kombination dieser Doppelnatur-Sekunde mit einem Ganzton führt zu einer Terz, die ebenfalls eine Doppelnatur zwischen grosser und neutraler Terz haben kann. Diese Eigenschaft findet sich manchmal bei Tonsystemen, welche der Realisierung von [[arabisch, türkisch, persisch#Stufe%202|orientalischen, insbesondere türkischen]] Skalen dienen, etwa bei [[29edo]], [[34edo]] und [[41edo]].

Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist, dass der Charakter eines gewissen Terz-Intervalls ein Unterscheidungsmerkmal regional unterschiedlicher Ausprägungen orientalischer Tonsysteme ist - namentlich zwischen arabischen und türkischen Systemen. Namentlich kennen sowohl die arabische wie die türkische Musiktheorie einen Modus namens "Rast". Im arabischen Kulturraum ist dies in der Regel eine Tonleiter mit einer neutralen Terz, im türkischen jedoch mit einer reinen grossen Terz - gerade etwa das, was das Ptolemäus-Komma ausmacht. Man könnte also sagen, dass gewissermassen das Ptolemäus-Komma einen der Unterschiede zwischen arabischer und türkischer Musiktradition verkörpert.

Original HTML content:

<html><head><title>100_99</title></head><body><span style="display: block; text-align: right;"><a class="wiki_link" href="http://xenharmonic.wikispaces.com/100_99">English</a><br />
</span><br />
Das Intervall 100/99, 17.399 Cent gross und manchmal <strong>Ptolemäus-Komma</strong> genannt, ist der Unterschied zwischen den Intervallen, die zwischen dem zehnten und dem elften Oberton auftreten, also zwischen dem &quot;kleinen Ganzton&quot; 10/9 und der &quot;grossen neutralen Sekunde&quot; 11/10.<br />
<br />
Das Austemperieren dieses Intervalls als Komma führt zu einem Intervall mit einer Art Doppelnatur, sowohl als grosse wie als neutrale Sekunde hörbar. Ein Beispiel ist <a class="wiki_link" href="/Porcupine#11-Limit-Porcupine">11-Limit-Porcupine</a>.<br />
<br />
Die Kombination dieser Doppelnatur-Sekunde mit einem Ganzton führt zu einer Terz, die ebenfalls eine Doppelnatur zwischen grosser und neutraler Terz haben kann. Diese Eigenschaft findet sich manchmal bei Tonsystemen, welche der Realisierung von <a class="wiki_link" href="/arabisch%2C%20t%C3%BCrkisch%2C%20persisch#Stufe%202">orientalischen, insbesondere türkischen</a> Skalen dienen, etwa bei <a class="wiki_link" href="/29edo">29edo</a>, <a class="wiki_link" href="/34edo">34edo</a> und <a class="wiki_link" href="/41edo">41edo</a>.<br />
<br />
Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist, dass der Charakter eines gewissen Terz-Intervalls ein Unterscheidungsmerkmal regional unterschiedlicher Ausprägungen orientalischer Tonsysteme ist - namentlich zwischen arabischen und türkischen Systemen. Namentlich kennen sowohl die arabische wie die türkische Musiktheorie einen Modus namens &quot;Rast&quot;. Im arabischen Kulturraum ist dies in der Regel eine Tonleiter mit einer neutralen Terz, im türkischen jedoch mit einer reinen grossen Terz - gerade etwa das, was das Ptolemäus-Komma ausmacht. Man könnte also sagen, dass gewissermassen das Ptolemäus-Komma einen der Unterschiede zwischen arabischer und türkischer Musiktradition verkörpert.</body></html>