MOS-Skala: Unterschied zwischen den Versionen
Wikispaces>Gedankenwelt **Imported revision 426218950 - Original comment: Es gibt Beispiele mit 2 Schrittgrößen, aber mit bestimmten Grundintervallen in mehr als 3 Größen. Zumindest in n-EDO ist das der Fall, wenn man über L=2, s=1 hinausgeht, aber weniger als n-1 Töne… |
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<div style="width:100%; max-height:400pt; overflow:auto; background-color:#f8f9fa; border: 1px solid #eaecf0; padding:0em"><pre style="margin:0px;border:none;background:none;word-wrap:break-word;white-space: pre-wrap ! important" class="old-revision-html">English: [[xenharmonic/MOSScales]] | <div style="width:100%; max-height:400pt; overflow:auto; background-color:#f8f9fa; border: 1px solid #eaecf0; padding:0em"><pre style="margin:0px;border:none;background:none;word-wrap:break-word;white-space: pre-wrap ! important" class="old-revision-html">English: [[xenharmonic/MOSScales]] | ||
MOS im musikalischen Kontext bedeutet "Moment of symmetry" (Augenblick der Symmetrie) und steht für eine musikalische Skala, die Myhills Eigenschaft besitzt. Mit anderen Worten: Die Grundintervalle der Skala treten in genau zwei verschiedenen Grössen auf (z.B. kleine/große Sekunde, kleine/große Terz etc). Ausnahme sind die Prime und Vielfache der "Periode" (z.B. die Oktave), welche nur in einer Größe auftreten. Die herkömmliche diatonische Skala mit 5 Ganz- und 2 Halbtönen kann als Prototyp gesehen werden. Der Begriff wurde von [[Erv Wilson]] im Jahre 1976 erfunden. | MOS im musikalischen Kontext bedeutet "Moment of symmetry" (Augenblick der Symmetrie) und steht für eine musikalische Skala, die [[Myhills Eigenschaft]] besitzt. Mit anderen Worten: Die Grundintervalle der Skala treten in genau zwei verschiedenen Grössen auf (z.B. kleine/große Sekunde, kleine/große Terz etc). Ausnahme sind die Prime und Vielfache der "Periode" (z.B. die Oktave), welche nur in einer Größe auftreten. Die herkömmliche diatonische Skala mit 5 Ganz- und 2 Halbtönen kann als Prototyp gesehen werden. Der Begriff wurde von [[Erv Wilson]] im Jahre 1976 erfunden. | ||
Zur Veranschaulichung der Idee kann man den Prozess der Skalenkreation durch Schichtung von Quinten betrachten, bei der man mit einem Grundton beginnt und sukzessive reine Quinten übereinanderschichtet. Wenn man nun die bei den einzelnen Schritten jeweils entstehenden Skalen vergleicht, stellt man fest, dass deren Intervallschritte in der Regel in mehr als zwei verschiedenen Grössen auftreten - manchmal jedoch in nur zweien. Konkret ist das der Fall nach 4, 6 und 11 Quintenschritten, also bei 5, 7 und 12 Tönen. In diesen Fällen treten auch die übrigen Grundintervalle in maximal zwei Größen auf, was aber nicht immer aus der Eigenschaft folgt, dass man zwei unterschiedlich große Intervallschritte hat. Die entsprechenden Skalen sind die klassische pentatonische, die diatonische sowie die chromatische pythagoräische Skala, also allesamt in der traditionellen Musiktheorie bedeutsam. | Zur Veranschaulichung der Idee kann man den Prozess der Skalenkreation durch Schichtung von Quinten betrachten, bei der man mit einem Grundton beginnt und sukzessive reine Quinten übereinanderschichtet. Wenn man nun die bei den einzelnen Schritten jeweils entstehenden Skalen vergleicht, stellt man fest, dass deren Intervallschritte in der Regel in mehr als zwei verschiedenen Grössen auftreten - manchmal jedoch in nur zweien. Konkret ist das der Fall nach 4, 6 und 11 Quintenschritten, also bei 5, 7 und 12 Tönen. In diesen Fällen treten auch die übrigen Grundintervalle in maximal zwei Größen auf, was aber nicht immer aus der Eigenschaft folgt, dass man zwei unterschiedlich große Intervallschritte hat. Die entsprechenden Skalen sind die klassische pentatonische, die diatonische sowie die chromatische pythagoräische Skala, also allesamt in der traditionellen Musiktheorie bedeutsam. | ||
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MOS im musikalischen Kontext bedeutet &quot;Moment of symmetry&quot; (Augenblick der Symmetrie) und steht für eine musikalische Skala, die Myhills Eigenschaft besitzt. Mit anderen Worten: Die Grundintervalle der Skala treten in genau zwei verschiedenen Grössen auf (z.B. kleine/große Sekunde, kleine/große Terz etc). Ausnahme sind die Prime und Vielfache der &quot;Periode&quot; (z.B. die Oktave), welche nur in einer Größe auftreten. Die herkömmliche diatonische Skala mit 5 Ganz- und 2 Halbtönen kann als Prototyp gesehen werden. Der Begriff wurde von <a class="wiki_link" href="/Erv%20Wilson">Erv Wilson</a> im Jahre 1976 erfunden.<br /> | MOS im musikalischen Kontext bedeutet &quot;Moment of symmetry&quot; (Augenblick der Symmetrie) und steht für eine musikalische Skala, die <a class="wiki_link" href="/Myhills%20Eigenschaft">Myhills Eigenschaft</a> besitzt. Mit anderen Worten: Die Grundintervalle der Skala treten in genau zwei verschiedenen Grössen auf (z.B. kleine/große Sekunde, kleine/große Terz etc). Ausnahme sind die Prime und Vielfache der &quot;Periode&quot; (z.B. die Oktave), welche nur in einer Größe auftreten. Die herkömmliche diatonische Skala mit 5 Ganz- und 2 Halbtönen kann als Prototyp gesehen werden. Der Begriff wurde von <a class="wiki_link" href="/Erv%20Wilson">Erv Wilson</a> im Jahre 1976 erfunden.<br /> | ||
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Zur Veranschaulichung der Idee kann man den Prozess der Skalenkreation durch Schichtung von Quinten betrachten, bei der man mit einem Grundton beginnt und sukzessive reine Quinten übereinanderschichtet. Wenn man nun die bei den einzelnen Schritten jeweils entstehenden Skalen vergleicht, stellt man fest, dass deren Intervallschritte in der Regel in mehr als zwei verschiedenen Grössen auftreten - manchmal jedoch in nur zweien. Konkret ist das der Fall nach 4, 6 und 11 Quintenschritten, also bei 5, 7 und 12 Tönen. In diesen Fällen treten auch die übrigen Grundintervalle in maximal zwei Größen auf, was aber nicht immer aus der Eigenschaft folgt, dass man zwei unterschiedlich große Intervallschritte hat. Die entsprechenden Skalen sind die klassische pentatonische, die diatonische sowie die chromatische pythagoräische Skala, also allesamt in der traditionellen Musiktheorie bedeutsam.<br /> | Zur Veranschaulichung der Idee kann man den Prozess der Skalenkreation durch Schichtung von Quinten betrachten, bei der man mit einem Grundton beginnt und sukzessive reine Quinten übereinanderschichtet. Wenn man nun die bei den einzelnen Schritten jeweils entstehenden Skalen vergleicht, stellt man fest, dass deren Intervallschritte in der Regel in mehr als zwei verschiedenen Grössen auftreten - manchmal jedoch in nur zweien. Konkret ist das der Fall nach 4, 6 und 11 Quintenschritten, also bei 5, 7 und 12 Tönen. In diesen Fällen treten auch die übrigen Grundintervalle in maximal zwei Größen auf, was aber nicht immer aus der Eigenschaft folgt, dass man zwei unterschiedlich große Intervallschritte hat. Die entsprechenden Skalen sind die klassische pentatonische, die diatonische sowie die chromatische pythagoräische Skala, also allesamt in der traditionellen Musiktheorie bedeutsam.<br /> | ||